Jülich: Chorraum der Propsteikirche umgestaltet

Jülich: Chorraum der Propsteikirche umgestaltet

Sie ist vollendet: Die Umgestaltung des Chorraumes in St. Mariä Himmelfahrt Jülich durch die chilenische Künsterlin Maria Fernandez fand mit der Enthüllung des Radleuchters über dem Altar gleichzeitig ihren Höhepunkt und Abschluss.

Der Wunsch von Propst Heinrich Bongard hat sich erfüllt: Die Bildhauerin aus Engelsdorf hat den Rahmen für eine würdige Eucharistie- und Wortgottesfeier wirkungsvoll geschaffen.

Konsequent im Konzept galt der Abschluss der Arbeiten dem Mittelpunkt des Glaubens. Der Radleuchter führt den Blick auf das Wesentliche, auf den Altar, den Ort - wie es in der Wandlung heißt - des „Geheimnis unseres Glaubens.”

In fast mystisches Licht tauchen die acht Lampen, bekrönt mit von innen leuchtenden Alabastersteinen, den Chorraum. Durch die Art der Leuchtmittel wandelt sich die Farbe von einem anfänglich bläulich schimmernden Ton in ein sonnenscheinwarmes Licht. Neben diesem in Form gebrachten Wort Christi „Ich bin das Licht der Welt” hat Maria Fernandez die Zahl acht zu ihrem künstlerischen Prinzip gemacht.

Zugrunde liegt zunächst die Genesis mit ihren sieben „Tagwerken” von der Erschaffung der Welt und schließlich als achtes Bild die „Neu-Schöpfung”, nämlich durch die Auferstehung Christi. Sichtbar gemacht ist dies einerseits durch den Lampen vorgesetzte Reliefs und andererseits durch die auf den bronzenen Ringbändern umlaufenden erläuternden Bibelzitaten in Latein. Sie gipfeln im östernlichen Wort „Surrexit Dominus vere” - Der Herr ist wahrhaft auferstanden.

Damit dieser Blickfang noch richtig zur Geltung kommt wünscht sich Propst Bogard noch kleine Lichtspots, die Reliefs und Texte erhellen. Bereits im Lichtkonzept berücksichtigt ist das Kreuz in der Apsis: Kreuz und die Retabel werden ebenfalls beleuchtet. Das Tafelbild von 1909 stammt, wie Propst Bongard erläutert, aus dem früheren Hochaltar. Vor dem zweiten Vatikanischen Konzil feierte der Priester mit dem Rücken zur Gemeinde die Liturgie.

Bronzenes Lesepult

Begonnen hatte die Umgestaltung mit der Restaurierung des Innenraumes Mitte 1997. Seit 2001 weist ein Modell im rechten Seitenchor auf die Neuerungs-Pläne des Chores durch Maria Fernandez hin. Die erste Neuanschaffung war das bronzene Lesepult, ehe 2003 die farbige Fassung der Apsis und die Restaurierung der Reatbel folgten. Der wichigste Schritt, so Propst Bongard war 2005: Der neue Altar und der Ambo wurden aufgestellt.

Mit der Installierung des Radleuchters hat nun die Umgestaltung ihr Ende gefunden.