Buttersäure-ähnlicher Stoff löst in Jülich ABC-Alarm aus

ABC-Alarm in Jülich : Unbekannte versprühen ätzenden Stoff

Ein Buttersäure-ähnlicher Stoff hat am Donnerstag in Jülich zu einem ABC-Alarm geführt, der diverse Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr auf den Plan rief, darunter die Messeinheit und den ABC-Erkunder aus Stockheim.

Wie von der Einsatzleitung der Feuerwehr am Ort des Geschehens an der Kuhlstraße zu hören war, hatte die Besitzerin einer dortigen Diskothek mit Steakhouse in der Nacht verdächtige Geräusche gehört und beißenden Geruch Wahrgenommen. Als sich der penetrante Gestank am Freitagmorgen nicht verzogen hatte, verständigte sie die Polizei, die die Feuerwehr alarmierte.

Die weitere Alarmierungskette führte dazu, dass Messeinheiten und Spezialisten aus dem gesamten Kreisgebiet an der Jülicher Kuhlstraße zusammengezogen wurden. Da zunächst nicht klar war, mit welchem Stoff die Wehrleute es hier zu tun hatten, wurde das Gebiet in einem Radius von 100 Metern abgesperrt. Wer in diesem Radius lebt, durfte zunächst nicht zurück in seine Wohnung.

Nachdem die Meßeinheit aus Stockheim eingetroffen war, machte sich ein Erkundungstrupp auf, um den kontaminierten, rund einen Quadratmeter großen Eingangsbereich des Gebäudes zu untersuchen. Zum Schutz trugen die beiden Wehrleute umluftunabhängige Atemschutzmasken. Zurück brachten sie neben einer Probe des versprühten Stoffes auch einen sehr unangenehmen Gestank, der an Buttersäure erinnert.

Feuerwehr und das Ordnungsamt der Stadt Jülich trafen anschließend gemeinsam die Entscheidung, dass der Betrieb an der Kuhlstraße am Abend wieder normal öffnen durfte. Da Buttersäure ätzend auf Augen und Atemwege wirkt, wurden vorher Platten und Erdreich entfernt, wohin die Flüsigkeit gespritzt oder geschüttet worden war. Das berichtete die Jülicher Polizeiwache am späten Nachmittag auf Anfrage.

(ahw)
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