Berlin/Aldenhoven: Bund fördert Denkmalschutz im Nordkreis

Berlin/Aldenhoven: Bund fördert Denkmalschutz im Nordkreis

Die Bundesregierung fördert auch in diesem Jahr den Erhalt der Denkmäler Kommende Siersdorf und Burg Engelsdorf. Mit den Geldern soll vor allem die Renaissance-Ruine in Siersdorf vor einem weiteren Verfall gerettet werden

Wie der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel (CDU) am gestrigen Donnerstag mitteilte, erhält der Förderverein Kommende Siersdorf einen Zuschuss von 67 200 Euro für die Kommende und das Künstlerehepaar Maria und Juan Fernandez von der Burg Engelsdorf 50 000 Euro für den Wiederaufbau dieser Wasserburg.

Die gute Nachricht wurde Staatssekretär Thomas Rachel in Berlin über den „kurzen Draht“ auf der Regierungsbank vom Kulturstaatsminister im Bundeskanzleramt, Bernd Neumann, überbracht.

Mit den 150 000 Euro aus dem Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ aus dem letzten Jahr konnten schon die ersten Maßnahmen zur Grundsicherung der Kommende eingeleitet werden. Wie Thomas Rachel auf Anfrage mitteilte, „übernimmt die Bundesregierung damit die weitere Verantwortung über die historisch wertvolle Burganlage des Deutschen Ordens in Siersdorf“.

Für die Burg Engelsdorf können laut Rachel „weitere Maßnahmen zur sicherheitstechnischen Sanierung des Außenmauerwerks begonnen werden“.

Gerade das Mauerwerk sei ein besonderes Erkennungszeichen der mittelalterlichen Wasserburg. Zudem sollen wesentliche Teile der historischen Brücke erhaltenswert saniert werden.

„Diese beiden Denkmäler, so Staatssekretär Rachel, „prägen bis heute den Charakter und die Identität unserer Region wie auch für den Kreis Düren.“

Zugleich äußerte der Staatssekretär Kritik an Nordrhein-Westfalen. „Während die Bundesregierung ihr Engagement für den Denkmalschutz ausbaut, will die rot-grüne Landesregierung in NRW umgekehrt ab 2015 ihre Fördermittel vollständig streichen.“

„Damit wird“, so befürchtet der Dürener Bundespolitiker, „erhaltenswerte kulturelle Substanz auch in unserer Region nachhaltig geschädigt.“

(zts)
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