Aldenhoven: Bürgermeisterwahl in Aldenhoven kostet 9000 Euro

Aldenhoven: Bürgermeisterwahl in Aldenhoven kostet 9000 Euro

Die Bürgermeisterwahl in Aldenhoven im September kostet die Gemeinde 9000 Euro. „Das steht so im Haushalt“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen auf dem Neujahrsfrühschoppen in Dürboslar. Paffen wies damit Angaben der SPD zurück. „Das hätte der Bürgermeister längst klarstellen müssen.“

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzender Bernd Jansen hatte die Kosten für diesen „Extratermin“ des Amtsinhabers Lothar Tertel auf 36.814,19 Euro beziffert. Tertel hatte erklärt, seine volle Amtszeit ausschöpfen zu wollen. Damit können in Aldenhoven Gemeinderat und Bürgermeister nicht zeitgleich am 25. Mai gewählt werden. Die Kosten für die Gemeinderatswahl liegen bei 50.000 Euro, davon werden der Kommune 2000 Euro erstattet.

Aber auch Paffen kritisierte den zweiten Termin. Das hätte der Landesgesetzgeber anders regeln sollen. Es dürfe doch nicht sein, dass „jeder Bürgermeister entscheiden darf, wann gewählt wird.“ „Schließlich sind es 9000 Euro.“

Es werde jedenfalls „schwierig, die Wähler an die Urne zu bringen“. Der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Leo Neulen wies auf dem Neujahrsfrühschoppen den Eindruck zurück, der Siersdorfer Ralf Claßen sei bereits der offizielle Kandidat der CDU für das Amt des Bürgermeisters. „Er ist nur Bewerber, aber ein hervorragender Bewerber.“ In der Kandidatenfrage werde endgültig die Mitgliederversammlung am 4. Februar im Haus des Dorfes in Niedermerz entscheiden. Dann werden auch die 13 Direktkandidaten für den Rat offiziell nominiert.

Die Liste zeige, so Neulen, dass die CDU nicht, wie ihr vorgeworfen werde, nur „alte Säcke“ aufbiete. Dennis Stötzer, Daniel Wondra und Michaela Stier stünden dafür, dass „wir uns verjüngt haben“. Die weiteren Kandidaten sind Georg Krapp, Dieter Drehsen, Hans Rennett, Wolfgang Klems, Heinz-Josef Ackens, Hans-Josef Königstein, Willi Kleiker, Hans-Walter Müskes und Ralf Claßen, der auf dem Frühschoppen allerdings nicht das Wort ergriff.

Bei den Gemeinderatswahlen 2009 war die CDU auf 37,4 Prozent gekommen, die SPD auf 32,4, die FWG auf 15,2, die FDP (heute Freie Liberale) auf 6, die UsA auf 5,2 und der Einzelbewerber Jakob Leipertz auf 3,9 Prozent. Da sich SPD, FWG und FDP plus Leipertz zur „neuen Mehrheit“ zusammenfanden, geriet die CDU in die Opposition.

Paffen: „Wir hatten 2009 einen ausgeglichenen Haushalt.“ Doch unter der neuen Mehrheit „stimmt so gut wie gar nichts mehr.“

Ziel der CDU sei, „dem Bürger nicht mehr in die Tasche greifen“, sagte Paffen mit Blick auf die 2015 möglicherweise anstehende nächste Erhöhung der Grundsteuer B, die erneut mit etwa 100 Euro pro Haushalt zu Buche schlagen könnte.

(gep)
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