Jülich: Brunnenbesitzer testen die Wasserqualität

Jülich: Brunnenbesitzer testen die Wasserqualität

Bundesfreiwilligendienstlerin Lina Remme führt ein Probengefäß mit einer Wasserprobe aus einem privaten Brunnen in ein Nitrat-Messegerät ein. Sie hat eine Schwefelsäurephosphatmischung und einen Farbindikator hinzugefügt und erhält einen Wert von 5.8 mg, der „ist gut“.

Das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes stand zwei Stunden auf dem Marktplatz bereit, um mitgebrachte Wasserproben von Privatleuten zu untersuchen, die ihr eigenes Brunnengewässer etwa zum Gießen ihres angebauten Gemüses, als Trinkwasser für Tiere und im Sommer für das Plantschbecken ihrer Kinder verwenden. „Wenn man sein Grundwasser fördert, will man ja auch wissen, ob man damit sich selbst beziehungsweise seine Kinder im Plantschbecken schädigen kann“.

So fasste Dipl.-Physiker Harald Gülzow, Experte zum Thema Brunnenwasserqualität, die Hintergründe zusammen. 17 Interessierte erschienen in den ersten eineinhalb Stunden, aus Jülich, Düren und Rödingen, darunter eine Jülicherin, die Brunnenwasser aus ihrem Ferienhaus in Monschau untersuchen ließ.

Transparente Ergebnisse

Gülzow und Remme testeten die Proben auf Säure, Salz und Nitrat für je 12 Euro. Zudem boten die Naturschützer gegen weitere Kostenbeteiligung umfangreichere Untersuchungen auf Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien an, ferner gab es allgemeine Informationen und Beratungen bei Brunnenwasserbelastung.

Natürlich möchten die Naturschützer beim Thema Wasserqualität die breite Öffentlichkeit einbeziehen. So werden Messergebnisse regelmäßig in Karten gefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlich erkennbar zu machen. Eine Nitratkarte 2013-2017 wurde erstellt, die auf der Homepage der Gewässerschützer unter www.vsr-gewässer-schutz.de

(ptj)
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