Jülich: Brückenkopf-Park: Dauerkarten-Preissenkung macht sich bezahlt

Jülich : Brückenkopf-Park: Dauerkarten-Preissenkung macht sich bezahlt

Ein unternehmerisches Risiko bestand, ist aber nicht eingetreten. Der Versuch hat sich ausgezahlt: Die Freizeiteinrichtung Brückenkopf-Park Jülich hat nach der Senkung der Dauerkartenpreise für 2018 so viele Jahrestickets verkauft wie seit Jahren nicht und inzwischen den Vorjahresumsatz in diesem Segment deutlich überboten.

2017 setzte die Betreibergesellschaft rund 2500 dieser Karten ab, für die Erwachsene 39 Euro zu zahlen hatten. In der laufenden Saison wurden bereits über 6100 verkauft, die in Anlehnung an das Landesgartenschau-Jahr 19,98 Euro kosten. Auch unter Berücksichtigung der deutlich günstigeren Dauerkarten für Kinder und Jugendliche hat der Park die Erlöse inzwischen überboten. „Wir haben aufs richtige Pferd gesetzt“, sagte Bürgermeister Axel Fuchs mit erkennbarer Freude, denn bei der Beschlussfassung im Aufsichtsrat gab es auch Gegenstimmen.

Das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht, denn die günstigen Jahrestickets werden immer noch stark nachgefragt, allein im Mai waren es 900. Und eine weitere Befürchtung ist bislang nicht eingetreten: dass sich die günstigen Saisonkarten negativ auf den regulären Ticketverkauf auswirken. Bis Anfang Juni verzeichnet der Park bereits rund 77.000 Besucher und damit knapp 1400 mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Heinrich Horrig als Chef vom Dienst am Mittwochbei der monatlichen Informationsrunde berichtete.

Dabei hat das Mai-Ergebnis hier den größten Anteil mit allein gut 34.000 Gästen, davon 15.400 beim Epochenfest an Pfingsten, so Horrig. Axel Fuchs, Interimsgeschäftsführer im Park, stellte Mittwoch auch kurz Uwe Mock vor, der nun am Lindenrondell im Bereich Events beschäftigt ist und auf lange Sicht die Aufgaben von „Urgestein“ Heinrich Horrig übernehmen soll.

Fuchs besiegelte zudem eine Kooperation, die es locker schon gab, die aber verstetigt werden soll: zwischen dem Brückenkopf-Park und dem Kulturbahnhof Jülich mit Geschäftsführer Cornel Cremer. „Wir haben hier eine große Kultureinrichtung und nur wenige Meter Luftlinie entfernt eine erfolgreiche Veranstaltungsstätte“, sagte Fuchs, der sich wünscht, dass sich die beiden städtischen Angebote auch über das Open Air-Kino hinaus ergänzen: im Konzert- und Kleinkunstbereich zum Beispiel.

Ein großes gemeinsames Fest oder Festival 2019 sei in Vorbereitung, erklärte Fuchs, der auch darauf verwies, dass sich am KuBa-Standort „etwas tun könnte“. Damit spielt er auf Überlegungen und einen Studentenwettbewerb an, auf dem Außengelände des Kulturbahnhofs vielleicht ein sozio-kulturelles Zentrum oder Stadthalle anzudocken. Dann wäre der Jülicher Bahnhofsbereich das Nordkreis-Veranstaltungszentrum. Beschlossen ist das aber noch nicht.

(-vpu-)
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