Jülich: Brückenkopf erhält zwei weitere Boote

Jülich : Brückenkopf erhält zwei weitere Boote

Weder Stapellauf noch Schiffstaufe: Bei der Inbetriebnahme der neuen, bislang noch namenlosen viersitzigen Tretboote auf dem Brückenkopf-Weiher blieb es bei einer Jungfernfahrt, zu der die Sponsoren von der Aachener Bank an den Pedalen Platz nahmen, die die Schaufelräder mit Muskelkraft in Rotation versetzen und so das Bötchen antreiben.

Dazu war Vorstand Peter Jorias in die Herzogstadt geeilt, dem Lydia Wolf, Leiterin der Geschäftsstelle Jülich, strampelnd zur Seite saß. Ebenfalls Platz nahmen Bürgermeister Axel Fuchs, Interims-Geschäftsführer der Jülicher Freizeiteinrichtung, und Dr. Markus Boner, Vorsitzender des Brückenkopf-Vereins, der maßgeblich dazu beigetragen hat, eine Tretboot-Flotte für den Park auf Kiel zu legen.

Im vergangenen Jahr waren zwei Tretboote — Ente und Schwan — nahe des Brückenkopf-Zoos zu Wasser gelassen worden, die indes nur als Zweisitzer über den Weiher schippern. Damit sich auch eine komplette Familie eine Bootstour unternehmen kann, ist vom Verein die Erweiterung der Flotte betrieben worden.

Mit der Aachener Bank, die in Jülich und im Jülicher Land mit Geschäftsstellen vertreten ist, war rasch ein Sponsor gefunden. Da deren Finanzberater mit VW Beetle Cabrios unterwegs sind, sollten die neuen Viersitzer möglichst ähnlich aussehen, farblich gestaltet und beklebt mit dem Logo des Geldinstituts.

Da Volkswagen jedoch Markenrechte geltend machte, mussten die schwimmenden Cabrios von einer italienischen Werft gefertigt werden, bevor sie den Weg über die Alpen nach Jülich nahmen. Die Bank bezahlte übrigens neben den beiden Tretbooten auch die zugehörige Sicherheitsausstattung in Form von Schwimmwesten für die Besatzung.

Axel Fuchs dankte der Aachener Bank und dem Brückenkopf-Verein für die Erweiterung dieses attraktiven Angebots im Park, wo neben den vier Tretbooten noch drei Paddelboote für kurze Reisen übers Wasser im Schatten des Napoleonischen Brückenkopfs zur Verfügung stehen. Der Bürgermeister kündigte ob der großen Flotte noch an, dass der „Hafen“ des Brückenkopf-Weihers in Kürze um zwei Stege erweitert wird, so dass ein sicheres Zusteigen in die kleinen Wasserfahrzeuge gewährleistet ist. Zudem solle die für Boote befahrbare Wasserfläche erweitert werden. Fuchs ist zuversichtlich, dass schon bald auch die Südbastion vom Wasser her angesteuert werden kann.

Fünf Euro für Tour im Viersitzer

Während die Nutzungsgebühr für die Verwendung von Schwan und Ente mit zwei Euro pro Fahrt und Nase festgelegt ist, war der Tarif für die schwimmenden Cabrios rasch entschieden: Es werden pauschal fünf Euro pro Fahrt mit dem Viersitzer fällig.

„Wir wollen im Brückenkopf-Park noch in weitere Projekte investieren“, ist Markus Boner noch längst nicht am Ende seiner Ideen. So ist beispielsweise eine „Mäuse-Villa“ geplant, die es vor allem jungen Gästen erlaubt, die kleinen Nager ungestört zu beobachten. Mindestens eine Nummer größer und entsprechend kostspielig ist das Otter-Gehege, das der Brückenkopf-Verein im Herbst realisieren möchte. Seine genaue Ausgestaltung soll noch eine Überraschung werden.

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