Schophoven: Brauchtum macht den jungen Leuten Spaß

Schophoven: Brauchtum macht den jungen Leuten Spaß

„Es geht nicht darum, in einem Zug vorneweg zu gehen. Es geht darum zu zeigen, dass traditionelles Brauchtum wie ein Maifest auch jungen Leuten viel Spaß machen kann”, sagte der Schophovener Maikönig Julian Schlitter kurz bevor er mit seiner strahlenden Königin Anika Heiden die von zwei prächtigen Friesen gezogene Festkutsche bestieg.

In ihrem wunderschönen blauen Ballkleid und mit einem frischen Lächeln eroberte die Königin die Herzen und bestätigte die Aussage ihres „Ersteigerers”: „Im vorigen Jahr war mein Bruder Maikönig, und das war einfach nur toll. Für mich stand da sofort fest, auch einmal die Königin zu sein.” Zum Auftakt des Maifests hatte am Freitag die Maifete im Dorfgemeinschaftshaus für blendende Stimmung gesorgt, die über die gesamte Maifestzeit andauerte.

Als der Festzug am Samstag durch die bunt geschmückten Straßen des Ortes startete, brandete von den vielen Zuschauern an den Wegrändern immer wieder begeisterter Beifall auf. Auf Höhe der Kirche bot sich ein farbenprächtiges Spektakel beim Vorbeizug ungezählter Maipaare. Aus der Parade stachen besonders die vielen Maibräute in ihren prächtigen Roben hervor.

Insgesamt zehn Maigesellschaften und Maiclubs erwiesen den Schophovener Majestäten und ihrem Gefolge die Ehre. Neben dem Tambourcorps und den Musikfreunden Schophoven sorgten drei weitere Kapellen und Corps für die stets willkommene und gern gehörte musikalische Marschbegleitung.

Natürlich ließ sich kaum ein Freund des Maibrauchtums die Chance entgehen, beim abendlichen Königsball gemeinsam mit Freunden und Bekannten bis tief in die Nacht zu feiern und zu tanzen. Ein beeindruckender Höhepunkt war der Königswalzer zu Mitternacht, bei dem zunächst die Majestäten über den Tanzboden schwebten, der sich dann mit allen Maipaaren füllte.