Jülich/Düsseldorf: „Brainergy-Park Jülich“: Erstes Geld für die Merscher Höhe kommt

Jülich/Düsseldorf : „Brainergy-Park Jülich“: Erstes Geld für die Merscher Höhe kommt

Auf der Merscher Höhe vor den Toren Jülichs ruhen nicht nur die Reste der Rundfunksendeanlage der Deutschen Welle, sondern auch die Hoffnungen einer Stadt, die kaum noch Gewerbeflächen hat. Dieses Projekt wird zwar interkommunal mit den Gemeinden Titz und Niederzier vorangetrieben, ist aber sicher für Jülich durch die genannte Knappheit von größter Bedeutung.

Die drei Kommunen wollen aber bekanntlich nicht nur „normale“ Gewerbeflächen anbieten, sondern auch einen Spezialsektor, der wie eine Visitenkarte für das große Ganze steht: den „Brainergy-Park Jülich“.

Dahinter verbirgt sich ein Spezialbereich für Unternehmen, die sich den „neuen“ (regenerativen) Energien verschrieben haben und die mit viel Gehirnschmalz an cleveren Lösungen arbeiten. Dazu sollen auch Gebäude mit modernster Infrastruktur errichtet werden. Das kostet.

Das Projekt ist ohne Fördermittel nicht zu stemmen. Um die gab es zuletzt ein paar Irritationen. SPD-Kreisvorsitzender Dietmar Nietan (MdB) hatte im Februar in Jülich erklärt, dass der Landeswirtschaftsminister grundsätzlich seine Förderbereitschaft ihm gegenüber signalisiert habe, wenn Voraussetzungen wie ein guter Masterplan erfüllt seien. Der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz wollte das genauer wissen und stellte eine „Kleine Anfrage“.

Die Antworten („Antrag wird zurzeit ... geprüft“) fand der Christdemokrat „ernüchternd“. Darin werde „leider deutlich, dass man bisher noch nicht sicher mit finanzieller Unterstützung durch das Land NRW rechnen kann“.

Bei der Finanzierung gibt es praktisch zwei Stufen: erstens eine Hilfe zur Erstellung des Masterplans. Fällt dieser nach den Vorstellungen des Wirtschaftsministeriums aus, bildet er die Basis für weitere Gelder aus Düsseldorf, die dann durchaus im hohen Millionen-Bereich liegen. Gut zehn Tage nach der Antwort auf Wirtz‘ Anfrage, die laut Nietan „zu diesem Zeitpunkt nicht anders ausfallen konnte“, führte der Vorgang doch zu einer konkreten Ansage.

„Schnellstmöglich bewilligen“

Die Abteilung „Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung“ teilte Nietan mit — der Passus des Schreibens liegt der Redaktion vor: „Für den Campus Merscher Höhe werden zur Zeit die Antragsunterlagen zum Masterplanprozess erarbeitet und kurzfristig abgeschlossen. Wir werden einen entsprechenden Antrag schnellstmöglich bewilligen.

Der Masterplan bildet dann die Grundlage für die späteren Baumaßnahmen, für die wir ebenfalls Förderzugänge anbieten werden.“ Diese Information aus dem Ministerium gab es zur Revierkonferenz am 24. März in Elsdorf. Von daher steht nun eine Zusage wenigstens für die erste Förderstufe.

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