Blick in die Kreisliga A vor dem Rückrundenstart

Rückrundenstart naht : Es tut sich einiges bei den A-Ligisten

Dass mit Aufsteiger Rhenania Lohn eine Mannschaft ganz oben in der Tabelle steht, verwundert eigentlich nicht. Erstaunlich ist lediglich die Tatsache, dass man mit der Rückkehr ins A-Ligageschehen mit Moses Sichone bereits den dritten Trainer verpflichtet hat.

Mit der Mannschaft und ihm, dies gesteht Geschäftsführer Nicolaus Mürkens ein, sei es am Anfang nicht so gut gelaufen. Aber dies ist mittlerweile der sprichwörtliche Schnee von gestern. Als Harald Heinen im Dezember seinen Rücktritt bekannt gab, war die Stimmung bei dem einen oder anderen Akteur im Rhenania-Kader nicht die beste. Heinen hatte von Zoran Horvath übernommen, stellte aus „persönlichen Gründen“, dann sein Amt zur Verfügung, als mit Moses Sichone ein Ex-Profi von Alemannia Aachen den Trainerposten übernahm. „da war zu Beginn die Stimmung nicht gut“, blickt Mürkens zurück. Doch die hat sich mittlerweile grundlegend geändert. „Moses bringt neue Ideen ein, hat taktische Veränderungen vorgenommen, alle profitieren von seiner großen Erfahrung“, schwärmt der Lohner Geschäftsführer. Kurzum: „Bei uns herrscht ein neuer frischer Wind.“

So sieht man denn auch der Rückrunde sehr hoffnungsvoll entgegen. Auch wenn die Zusammenarbeit mit dem Coach zurzeit noch bis zum Saisonende vereinbart sei, könne man sich vorstellen, zu verlängern. „Auf jeden fall wollen wir oben weiterhin mitmischen, und vor allen Dingen die Mannschaften, die sich schon als Meister sehen oder ausgerufen haben, ärgern.“ Bisher ist man jedenfalls mit dem Verlauf der Saison zufrieden.

Auch wenn laut Mürkens „der eine oder andere Punkt liegen gelassen wurde“, mache die sehr gute Trainingsbeteiligung „Spaß auf die Rückrunde.“ Zwei Testspiele gegen Rhenania Richterich (3:2-Sieg) und ein 3:1 gegen Teutonia Weiden verliefen vielversprechend. Noch steht ein Freundschaftsspiel gegen TuS Langerwehe an, ehe es zum Rückrundenstart gegen den SC Ederen geht. Als neue Akteure wurden wurden Michael Owen Aidoo (SV St. Jöris), Kai Vonderbank (Glück-Auf Ofden) und Jannik Jacobs (Sportfreunde Hehlrath) begrüßt. Verlassen haben die Rhenania Leonardo-Frederico Senkler (SC Laurenzberg), Manfred John Wangnick (St. Jöris), Lukas Büttgen (SC Berger Preuß) und Michael Bongen (RW Lamersdorf). Gesucht wird noch nach einem weiteren Keeper.

Keine Ab-, aber auch keine Zugänge. Dies verkündet Tim Krumpen, Trainer der Spielgemeinschaft Vossenack-Hürtgen. „Nein, wir bekommen mit Julian Hallmanns endlich einen Spieler zurück, der auf Grund einer Verletzung die gesamte Hinrunde fehlte. Unser Kader ist damit groß genug“, berichtet Krumpen, der mit dem Verlauf der Vorbereitung sehr zufrieden ist. Die endet mit noch vier weiterhin geplanten Testspielen gegen VfL Vichttal II, SG Stolberg, SV Breinig II und Alemannia Straß. Erst ein Spiel konnte gegen den Burtscheider TV (3:5) absolviert werden. „Ansonsten haben wir viel Konditionstraining gemacht, die Spieler haben alle mitgezogen“, so Krumpen, der mit Tabellenplatz sechs gut leben kann. „Im Vorjahr hatten wir drei Punkte mehr, aber da war unser Kader auch viel stärker.“ Zum Start geht es gegen den Tus aus Schmidt. „Meinem Ex-Verein, gegen den ich in den vergangenen drei Jahren noch nie gewonnen habe.“ Dies soll sich nun ändern. Wenn es denn klappt, dass die SG das Spiel mit dem Ball noch mehr forcieren kann, besser die Torchancen nutzt, und den Gegner permanent beschäftigt, ihm mehr unter Druck setzt. „Denn dies waren in der Hinrunde unsere Mankos.“

Mit einem sehr schlechten Start ging die Alemannia aus Lendersdorf in die Saison. Allenthalben wurde die Mannschaft von Trainer Stefan Nepomuck zum Favoritenkreis gezählt. Doch nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Titz (1:3) und 1:2 gegen den SV Kurdistan war von der zugedachten Favoritenrolle nicht mehr die Rede. Daran änderte auch nichts, dass die Alemannia acht Mal in Folge nicht mehr verlor, jetzt auf Platz 7 rangiert.

Die bitterste Niederlage war in den Augen von Nepomuck das 1:2 im Heimspiel gegen Vossenack-Hürtgen. „Dies war schon bitter“, spricht der Coach nicht von dem 0:4 gegen den Türkischen SV Düren. „Da sind wir sang- und klanglos untergegangen, wir hätten noch mehr Tore kassieren müssen.“ Mit Blick auf die Rückrunde – in der wird Pierre Andre Stollenwerk – kommt von der SG Voreifel – Abgang Tobias Irnich (wechselt zu Alemannia Straß) ersetzen. „Denn wir müssen einfach mehr Tore aus unseren Chancen machen“, mahnt Nepomuck an, der die gute Defensivarbeit seines Teams lobt. Aber, was sehr weh tue, sagt er, auf Alexander Maass (nach einem Skiunfall langzeitverletzt) und Thomas Rudolph (berufsbedingt) verzichten muss. Der Auftakt wird beim SV Kurdistan absolviert.

(hfs)
Mehr von Aachener Nachrichten