Linnich: Bikergottesdienst: Mut, Courage und Born to be wild

Linnich: Bikergottesdienst: Mut, Courage und Born to be wild

„Courage — Mut“ stand als Motto über dem diesjährigen Bikergottesdienst, zu dem die evangelische Kirchengemeinde in Linnich nun schon zum 10. Mal eingeladen hatte. Aus Viersen und Mönchengladbach, Aachen, Heinsberg dem Kreis Düren selbst und auch aus den Niederlanden waren die Biker mit ihren Maschinen gekommen, um Gottes Schutz und Segen zu erbitten.

Sabrina und Lars Stern organisieren stets diese Feier. Die Themen dazu finden sie in ihrem Alltag. In diesem Jahr fanden sie es angebracht, einmal darüber nachzudenken, was Mut ist. „Den Mund aufmachen, wenn andere schweigen, einstehen für Schwäche, Courage zeigen“, darum drehten sich Lieder und Texte an diesem Tag. So verlas die evangelische Pfarrerin Wibke Harbeck einige Aussprüche zu diesem Thema. „Wenn die Gefahr weit weg ist, ist es leicht mutig zu sein“, oder „Mut ist wie ein Regenschirm: Wenn man ihn am nötigsten braucht, fehlt er einem“ und „Mut ist so schön, wie er selten ist“ waren nur einige der Sätze, die sie zusammengetragen hatte.

„Was ist Mut überhaupt?“, diese Frage stellte ihr Amtskollege Charles Cervigne, selbst Biker und „Wer ist mutig?“ und verwies auf drei besonders mutige Frauen. Er erinnerte an die Frauen, die am Ostermorgen zum Grabe Jesu gingen. „Sie brachten den Mut auf, die enge Welt der Angst zu verlassen, um sich dem Tod zu stellen. Sie haben dem Tod das Gesicht gezeigt und ans Leben geglaubt. Und sie haben sich dem Schweigen gestellt, bevor ihre Freunde dem Tod verfallen“, erinnerte Cervigne.

Weiterhin erinnerten Lieder wie „Schweigen ist feige“ von Marius Müller Westernhagen, „Fly“ aus dem Film „Ziemlich beste Freunde“ und „Peace Train“ von Cat Stevens an den Leitgedanken dieses Gottesdienst, der nun schon traditionsgemäß mit dem Steppenwolf-Song „Born to be wild“ endete.

Danach machten sich die Biker zu Elly‘s Biker-Treff auf, um dort noch in gemütlicher Runde zu verweilen.

Im Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Alktermarkt, der auch vom evangelischen Posaunenchor mitgestaltet wurde, wurde außerdem wieder für den Förderkreis schwerkranke Kinder gesammelt.

(Kr.)