Jülich: Bezirksliga: Ein Abwehrfehler wird sofort bestraft

Jülich : Bezirksliga: Ein Abwehrfehler wird sofort bestraft

Auch im zweiten Saisonspiel blieben die hiesigen Bezirksligisten ohne Niederlage. Germania Lich-Steinstraß konnte sich beim Aufsteiger SG Voreifel allerdings nur bedingt über ein torloses Remis freuen. Die Grün-Weißen von Welldorf-Güsten holten gegen die als Meisterschaftskandidaten gehandelten Schwarz-Weißen aus Düren ein 1:1. Am kommenden Wochenende hat die Germania Heimrecht gegen BW Kerpen, die Ronig-Mannschaft fährt zum SSV Weilerswist.

Germania Lich-Steinstraß: Ein angefressener Trainer Daniel Schmitz sprach nach dem torlosen Unentschieden mit Blick auf seine Germanen von „einer Mannschaft mit zwei Gesichtern.“ In der Pause hatte es ein Donnerwetter gegeben, danach wurde das Spiel der Germania besser. Auch weil mit Thomas Mudrack ab der 57. Minute ein Spieler mit Feuer auf dem Rasen spielte. Bezeichnenderweise war Mudrack an den beiden einzigen gefährlichen Torszenen der Germanen beteiligt.

Bis dato hatten die Gastgeber genau das getan, was ihnen ihr Trainer vorgegeben hatte: sich tief zurückziehen und auf Konter lauern. Das führte in der ersten Halbzeit zu zwei durchaus gefährlichen Möglichkeiten, aber letztlich war die Hintermannschaft um Torhüter Nick Jansen doch nicht zu überwinden. Es blieb das vernichtende Urteil von Trainer Schmitz: „Eine Mischung aus lustlosem Kick und Unvermögen.“ (tm)

GW Welldorf-Güsten: Dass seine Mannschaft Aggressivität und Kampfgeist gezeigt habe, stellte Welldorf-Güstens Trainer Winni Ronig nach dem Abpfiff direkt fest. „Dieses Remis geht in Ordnung. 80 Minuten lang haben wir sehr gut mitgehalten, uns auch einige Torchancen erarbeitet. In den letzten zehn Minuten hatten wir allerdings mehrmals Glück.“ Glück in Gestalt von Torhüter Jona Reisky. Denn der parierte zweimal in Folge hervorragend, hielt seinen Kasten — bis auf das Führungstor in der dritten Spielminute — sauber.

Folgenschwere Unachtsamkeit

„Dieses Tor von Düren war ein Spiegelbild des Eröffnungsspiels in Zülpich. Ein individueller Stellungsfehler in unserer Abwehr, und schon klingelte es“, erinnerte sich der Coach an das erste Gegentor der Saison. Auch wenn der Gastgeber in Rückstand geriet, Mo Makki hatte in der 35. Minute die Chance zum Ausgleich. In Folge hätte Welldorf-Güsten nochmals treffen können. In der 71. Minute, als der Pass von Mo Makki auf den mitgelaufenen Liridon Zariqi nicht genau platziert war. „Aber danach war Düren eindeutig besser“, meinte Ronig.

Das sah auch SW-Obmann Jürgen Knillmann so. „Wir hatten bis zu unserer starken Druckphase leichte Vorteile, auch die größeren Spielanteile. Aber das Tor zur Führung wollte einfach nicht fallen.“ So auch nicht in der 87. Minute, als ein „Geschoss“ von Koyama nur den Pfosten traf. So blieb es denn beim 1:1, das quasi direkt mit dem Wiederanpfiff gefallen war, als Hussein Makki einen Pass auf Mo Makki legte, der überlegt flach ins linke Toreck schoss.

(hfs.)
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