Inden/Düsseldorf: Bergschäden durch RWE-Tagebau: Bauer Marx hofft auf Schlichtung

Inden/Düsseldorf: Bergschäden durch RWE-Tagebau: Bauer Marx hofft auf Schlichtung

Wenn Mitte April beim Regierungspräsidenten in Köln eine Schlichtungsstelle „Bergschaden Braunkohle NRW” installiert worden ist, dann wird dort auch der Schadensfall von Heinz-Willi Marx, Landwirt in Inden-Lamersdorf, bearbeitet werden.

Deutlich sichtbar sind die Schieflage seines Hofes und die Risse im Gemäuer. „Dies hat schon vor über 20 Jahren angefangen, seit vielen Jahren ist RWE bei uns zu Gast.” Was Marx meint, sind die vom Unternehmen beauftragten Handwerker, die Risse verpresst, Beiputzarbeiten erledigt oder Steine erneuert haben.

Doch RWE erbringt dieses Arbeiten nur „bis zu einem gewissen Grad”. Dies sagte der Sachverständige Dipl.-Ing. Peter Immekus im NRW-Landtag auf der letzten Sitzung des Unterausschussses „Bergbausicherheit”. Immekus stellte den Ausschussmitgliedern den Lamersdorfer Schadensfall exemplarisch vor. Und er untermauerte damit, wie wichtig es sei, eine Beschwerde- oder Schlichtungsstelle für Geschädigte aus dem rheinischen Revier einzurichten.

„Das Haus wird langsam unbewohnbar”, hatte Immekus im Landtag geschildert. Daher wolle der Geschädigte „von RWE Power eine Schieflagenentschädigung und den Minderwert der Immobilie ersetzt haben sowie die Übernahme der vollständigen Schadensregulierung”.

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