Jülich: Benedikt dankt Schülerinnen für Gebete

Jülich: Benedikt dankt Schülerinnen für Gebete

Als Annika vom Sekretariat ausgerufen wird, ahnt sie nicht im Geringsten, worum es gehen könnte. Einen Briefumschlag bringt sie mit in die Klasse 5c des Mädchengymnasiums Jülich. Das Staunen ist groß, denn es handelt sich um Post aus dem Vatikan.

Nachdem der Papst seinen Rücktritt im Februar verkündet hatte, kam Lea auf die Idee, Benedikt XVI. zu schreiben. Die Klasse war von dem Vorschlag begeistert und beschloss kurzerhand, sich zu beteiligen. Alle Schülerinnen der Klasse verfassten einen eigenen Brief, die allesamt in einen großen Umschlag gepackt wurden. Die Adresse des Papstes erhielten sie von ihrer Religionslehrerin.

Auf Antwort haben die Kinder zwar gehofft, aber damit nicht wirklich gerechnet, da sie davon ausgingen, dass der Papst nach seiner Abdankung „viel um die Ohren hat“. Umso größer war die Überraschung, als sie die Botschaft aus dem Staatssekretariat des Kirchenstaates erhielten.

„Wir haben uns alle sehr darüber gefreut“, strahlt Julia. „Ich habe ihm geschrieben, dass ich es zwar schade finde, dass er zurücktritt, aber ich es verstehen kann. Er ist ja schon ziemlich alt.“ Anna fügt hinzu: „Ich habe auch noch erwähnt, dass wir, genau wie er, aus Deutschland kommen.“

Nicht nur die Schülerinnen, sondern auch die Lehrer freuen sich über so viel Engagement. In dem Antwortbrief, im Namen des Papstes emeritus verfasst von Prälat Peter B. Wells, Assessor des Staatssekretariats, werden den Kindern Zitate aus den letzten beiden Generalaudienzen des Pontifex maximus mit auf den Weg gegeben: „Ich danke Euch allen für die Liebe und für das Gebet, mit dem Ihr mich begleitet habt.‘ ,Mein Wunsch ist es, dass alle die Freude spüren; dass sie spüren, wie schön es ist, ein Christ zu sein und zur Kirche zu gehören.“

(ktw/lbf)
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