Belastbare „Power-Frauen“ bei Kostümsitzung in Opherten

Weibliches Dreigestirn bei „Frohsinn“ : Belastbare „Power-Frauen“ in Opherten

„Mit Glitzer, Hätz und Bützjer klar, hann mir Spaß et janze Jahr“ lautet das Motto des weiblichen Power-Dreigestirns der KG GV „Frohsinn Opherten“, das bei der Kostümsitzung gleich mächtig Stimmung auf die Bühne brachte.

Das sind Prinz Sarah I. (Sarah Lingens), Bauer Silke I. (Silke Oster) und Jungfrau Simone I. (Simone Paar). Und was die Jecken in der Landgemeinde Titz in der Session erwartet, machte Jungfrau Simone beim Empfang der Ehrengäste dem Jackerather Prinzen Guido klar: „Wir sind Frauen, und Frauen sind belastbarer.“ Eines der Lieder, die das Dreigestirn inbrünstig anstimmte, war der umgewidmete Räuber-Song „Dat es Heimat, dat es Opherte, rut un wies“.

Während des Empfangs mit Bürgermeistern und Ortsvorstehern, Senatoren, befreundeten KGs und Vertretern aus Politik und Banken wurden Christel Scheif und Helmut Paar für 33 Jahre Treue zur KG geehrt. Den stimmungsvollen Einmarsch im vollbesetzten Zelt moderierten Vorsitzender Herbert Lingens und seine Frau Petra. Die Sitzung erwies sich als gute Mischung aus eigenen und befreundeten Kräften aus dem Umland und hochkarätigen Kölner Größen.

Die karnevalistische „Reise“ auf der Bühne begann mit dem flotten Auftritt der KG-eigenen Kindertanzgruppe „Dancing Kids“. Im Verlauf des stimmungsvollen Abends folgten die Frauentanzgruppe „Kneng Dancers“ und das überwältigende Männerballett „Sexy Kneng“. Die „Däppstreetboys“ aus Hasselsweiler legten als blau-weiße Footballspieler einen super Auftritt mit Zugabe auf die Bühnenbretter, akrobatisch, mit Pyramiden, Radschlägen, Waves und Würfen. Dafür, dass Frohsinn Opherten „Unterstützer der ersten Stunde ist“, dankten die Boys mit blau-weißen Blumensträußen für die Damen und Flaschen mit Klarem für die Moderatoren. Die Boys verdienten die erste Rakete des Abends.

„City Girls“ mit imposantem Auftritt

Das karnevalistische Schiff auf der Bühne machte als Nächstes in „Jülich an der Rur“ halt, die „City Girls“ der Stadtgarde zeigten ihren schwungvollen Auftritt. Sie zogen in weißen Mänteln zu schwarzen Hüten mit roten Bändern und glitzernden Sternen in Händen ein und schwangen später grazil in kurzen pinkfarbenen Kostümen Beine und Hüften, zeigten Pyramiden und Würfe. Die wirbelnden Solomariechen Virginia Leyen und Kamilla Kabulov glänzten zu feuriger Musik zwischen Hauptauftritt und Zugabe der City Girls.

Ein Ophertener Eigengewächs ist auch Büttenredner „D‘Juppes“ alias Karl-Heinz Stoffels. Er unterhielt die Jecken mit vielen Witzen, einige seiner Anekdoten widmete er bekannten Größen wie Herbert Lingens, Georg Küppers oder dem Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen und seiner Frau Gaby. Lingens war als Rentner im Altenheim als Seniorinnentröster unterwegs, Küppers auf der Reeperbahn und Frantzens wollten einen Papagei kaufen, „der alles kann“. Das ansonsten begeisterte Publikum reagierte mit Buh-Rufen auf Stoffels Religionswitz, Gott hätte den Mann für seinen perfekt erschaffenen Körper bewundert, die Frau müsse sich „halt schminken“. Beim kräftigen Applaus entschuldigte sich Stoffels für diesen Witz.

Weitere Stimmung ins Programm brachten die Showtanzgruppe „Dancing Cheers“ aus Lommersum bei Euskirchen und die Mundartband „Echte Fründe“ aus Winden, die vor dem Finale um Mitternacht das Zelt zum Kochen brachte.

(ptj)
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