AWO-Kita Pusteblume im Osterfieber: Vorfreude auf den Hasenbesuch

AWO-Kita Pusteblume im Osterfieber : Große Vorfreude auf den Hasenbesuch

Körbchen basteln, Geschichten hören, Lieder singen und ganz viel malen – bevor der Osterhase Eier, Schokolade und vielleicht auch Geschenke bringt, geht es in der Jülicher AWO-Kita Pusteblume quietschlebendig zu.

Dass sich die Kinder auf den Hasen und die Eiersuche freuen, steht außer Frage. Und beim gemeinsamen Osterfrühstück gab es in der Kindertageseinrichtung sogar leckere Schoko-Creme, süße Marmelade und Butter zum Hefezopf – mit warmem Kakao.

 Aber gutes Gebäck ist nicht das einzige, worauf sich die Kinder in diesen Tagen freuen. „Zu Hause schlagen wir beim Frühstück Ostereier zusammen. Und bei wem das Ei kaputt geht, der hat verloren“, erzählt die vierjährige Anna und rutscht aufgeregt auf ihrem Stuhl auf und ab. „Aber eigentlich hat man dann gewonnen. Man darf das Ei ja dann sofort essen“, sagt sie und lacht.

Ein ganzes Ei in einem Happen gegessen hat der fünfjährige Joshua schon mal. Annika (4) ist darüber empört: „Das kann man doch nicht machen, sonst verschluckt man sich“, und schaut ihn mit großen Augen an. Schließlich beiße man ja auch von einem Hähnchenschenkel mehrmals ab.

Während sich Anna und die sechsjährige Melissa darüber freuen, in der Kirche am Ostersonntag gesegnet zu werden, steht der Kirchgang eigentlich für die Kinder nicht so sehr im Vordergrund. Das Eiersuchen ist mit das Highlight.

Seit etwa zwei Jahren lebt Veronika (6) in Deutschland. „In Russland haben wir immer bei Olga Eier gesucht“, erzählt sie. Annika geht nach der Kirche im Garten auf die Suche. Und die vierjährigen Zwillinge Peter und Jakob feiern das Osterfest bei ihren Großeltern.

Ostereier, bunte Blumen und Schmetterlinge: An Ostern erwacht auch der Frühling langsam zum Leben. Foto: Anke Capellmann

Was neben Eiern und Schokolade besonders wichtig für die Kleinen zu sein scheint: Geschenke. Von Spielzeugautos über Puppenwiegen bis hin zu Büchern  und Spielzeug­schlössern – über all das konnten sich die Kinder in den vergangenen Jahren zu Ostern schon freuen. Doch auch was der Hase morgen so bringen und verstecken soll, wissen sie ganz genau: „Ich wünsche mir eine Kerze und Blumen – so eine wie da“, sagt der vierjährige Valentin und zeigt auf eine Orchidee. „Und ich wünsche mir Samen. Damit möchte ich einen Birnenbaum oder einen Apfelbaum pflanzen.“

Dass zur Osterzeit auch der Frühling langsam zum Leben erwacht, finden die Kinder besonders schön. „Die Blätter und Blumen wachsen endlich und alles wird grün“, freut sich Adrian (6). „Und auch die Tulpen gehen endlich auf“, erklärt Valentin mit Blick in den Garten.

Im Garten macht auch der Osterhase so manche lustige Sachen. „Ein schlingeliger Osterhase ist das“, sagt Annika, wenn er sich die kniffligsten Verstecke für Schokolade, Eier und Co. aussucht. „Bei uns hat er mal Schokolade im Baum versteckt. Da mussten wir dann hochgehoben werden“, erzählt Melissa. Und wie ist der Hase dahin gekommen? „Hochgehüpft“, heißt es im Chor. Und wenn das Wetter mal nicht mitspielt, lässt es sich der Mümmelmann nicht nehmen, die vielen Dinge einfach im Haus zu verstecken.

Auch die sechsjährige Veronika hat mit den anderen Kindern in der Kita schon viel gemalt und gebastelt. Foto: Anke Capellmann

Das Wissen um Ostern

Während die Kinder in der Kita schon viel gebastelt und gemalt haben – seien es Osterkörbchen, ein Mobile mit Eiern und Hasen und zahlreiche tolle Bilder – geht es bei einigen auch zu Hause österlich zu. „Wir haben schon ganz viele Eier gefärbt, bemalt und gegessen. Eins habe ich für Papa gemacht, mit ganz vielen Aufklebern drumherum“, erzählt Valentin.

Warum Ostern gefeiert wird, wissen die Kinder. „Am Sonntag ist Jesus auferstanden. Das feiern wir“, klärt Melissa auf. „Und am Freitag wurde Jesus ans Kreuz genagelt“, ergänzt Adrian. Auch wenn die Kita eine konfessionslose Einrichtung ist, „ist es uns wichtig, dass die Kinder wissen, was Christen an Ostern feiern“, sagt Britta Juchem, Erzieherin in der Marienkäfer-Gruppe. Auch in die Kita selbst hatte sich der Osterhase gestern verlaufen – und den Kindern ganz viele Leckereien in ihre selbstgebastelten Osterkörbchen gelegt.

Warum es gerade ein Hase ist, der die Eier bringt, obwohl der ja gar keine Eier legen kann, wissen die Kinder nicht. Neben dem dahinterstehenden Fruchtbarkeitsgedanken und dem Aspekt des neuen Lebens gibt es zahlreiche Theorien, warum es gerade ein Hase ist und warum zu Ostern Eier verschenkt werden. „Ich glaube, das ist für die Kinder noch zu schwierig zu verstehen und zu begreifen“, erklärt Juchem. „Die Kinder fragen nicht danach. Für sie ist das einfach so. So wie der Weihnachtsmann oder das Christkind die Geschenke zu Weihnachten bringen, so bringt der Osterhase eben viele bunte Eier zu Ostern.“

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