Jülich: Autoschlüssel und Arztkoffer immer griffbereit

Jülich: Autoschlüssel und Arztkoffer immer griffbereit

Notarzteinsatz: Jede Sekunde zählt, jeder Handgriff bei perfekter Teamarbeit muss sitzen, denn Schnelligkeit und Können entscheiden unter Umständen über Leben und Tod. Zur „Feuerwehr unter den Medizinern” gehören Notarzt Burkhard Schönberger, Internist am Jülicher Krankenhaus, sowie Marcus Flucht, Notarzt und ärztlicher Leiter des Notarztstandortes Krankenhaus Jülich.

Wer als Notarzt arbeiten möchte, auf den kommen Fortbildungen, Schulungen und Sitzungen zum normalen Arztdienst zu. Schließlich gelten in der präklinischen Notfallmedizin besondere Bedingungen.

Um unterschiedlichen Verletzungen oder Akuterkrankungen gerecht zu werden, bedarf es besonderer Ausbildung: 18 Monate klinische Tätigkeiten, 6 Monate auf der Intensivstation und Ambulanz sowie 80 Stunden interdisziplinäre Fortbildung. Hinzu kommen mindestens 50 Einsätze unter Anleitung. Erst dann erfüllt der „angehende” Notarzt die Voraussetzungen zur Qualifikation zur Tätigkeit als Notarzt.

Die Jülicher Notärzte decken aber nicht nur die Jülicher Region ab. Im Zuge der nachbarschaftlichen Unterstützung geht es auch schon mal kreisüberschreitend nach Baesweiler, in den Dürener Raum oder in Richtung Eschweiler.

Aber was bewegt einen Arzt neben dem „normalen” Stationsdienst auch noch als Notarzt 24-Stunden-Dienst zu machen? „Es ist ein anderes, eigenverantwortliches Arbeiten. Abwechslung und das breite Spektrum machen zusätzlich den Reiz aus”, so Burkhard Schönberger. „Es ist auch ein schönes Gefühl, wenn man sieht, dass man erfolgreich hat helfen können. Das ist leider aber nicht immer der Fall.”