Malerei von „Rost“ bis „DNA“: Ausstellung von Irene Vervuurt im „Café Pasqualini“

Malerei von „Rost“ bis „DNA“ : Ausstellung von Irene Vervuurt im „Café Pasqualini“

In der Seniorenwohnanlage an der Zitadelle ist im Restaurants „Pasqualini“ und in den umliegenden Fluren eine Ausstellung der Künstlerin Irene Vervuurt eröffnet worden.

Dabei setzt die Künstlerin aus den Niederlanden ihrem Schaffen keine Grenzen. „Ich experimentiere gerne“, sagte Vervuurt und weiter: „Das Bild muss zu dem Ort passen, wo es hängt. Darüber hinaus passe ich meine Malerei bei Aufträgen auch gerne auf den Auftraggeber an, damit sich dieser darin wiederfindet.“

Dazu sagte die Einrichtungsleitung, Claudia Blecher: „Deswegen passt diese Ausstellung auch in unser Haus. Die Vielseitigkeit der Kunst zeigt auch die Vielseitigkeit unserer Bewohner.“

Vervuurt probiert gerne immer wieder neue Materialien aus. So finden sich in den ausgestellten Werken beispielsweise verschiedene Pasten, Kaffee, seidengeschöpftes Papier, Eisen, Kupfer, Holz, Magnetfarbe und Acryl. „Ich arbeite gerne mit Acryl, weil es ohne weitere Probleme mit anderen Materialien mischbar und übermalbar ist“, so die Künstlerin.

Überdies ist es ein Markenzeichen Vervuurts, Elemente aus den Bildern herausragen zu lassen, wodurch ein dreidimensionaler Effekt entsteht. „Durch diese Räumlichkeit werden die Malereien durchaus auch zur Skulptur.“

Vielseitigkeit, die Dreidimensionalität und besonders die Experimentierfreudigkeit, durch die die Kunst Vervuurts einer ständigen Weiterentwicklung unterliegt, spiegelt sich in hohem Maße in der Serie „Rost“, die in der Ausstellung zu sehen ist.

Gemeinsam haben die einzelnen Arbeiten, dass sie mit metallhaltiger Farbe und mit Fundstücken, darunter auch Nägel, gemacht worden sind. Allerdings gleicht kein Bild, thematisch wie optisch, dem anderen. So hängt beispielsweise das Objekt „Alte Liebe…“, das eine rostige Kette mit angebrachten Herzen zeigt, direkt neben „Erinnerung“. Hier ist ein rostendes Taschentuch zu sehen, wozu Vervuurt sagte: „In der Serie werden Gegenstände aus der Vergangenheit und damit die Vergangenheit selbst wiederverwendet und -belebt.“

Eine andere Bilderreihe ist „DNA“. Ganz anders als bei „Rost“, dominieren hier statt der Rosttöne ein klarerer, schwarzer Rand und Applikationen aus Zeitungspapier. Dabei bekommt die vierteilige Serie mit den Themen China, Arabisch, American-Russian sowie Dutch ein internationales Flair. Die Botschaft der Künstlerin zu der Serie: „Jedes Bild ist eine einzigartige Wiedergabe der genetischen Erbinformation eines Landes. Und alle Werke zusammen, egal in welcher Reihenfolge, machen ‚DNA‘ komplett und codiert eine einzigartige Welt.“

Bei der Vernissage sorgte „DaMusica“ für die musikalische Untermalung der Malerei. Bärbel Ehlert an der Violine und Philip Kees an der Gitarre boten einen gut gelaunten Mix aus Klassik, Jazz, Tango und Folk. Darunter auch ein Medley irischer Volksmusik, bei dem die Bewohner der Seniorenwohnanlage teilweise im Takt mitklatschten.

Die Ausstellung ist die nächsten drei Monate besuchbar und ist werktags von 9.30 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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