Jülich: Ausstellung „Gesichter der Sucht — Ansichten der Sucht“

Jülich : Ausstellung „Gesichter der Sucht — Ansichten der Sucht“

Das St. Elisabeth Krankenhaus Jülich zeigt die Ausstellung „Gesichter der Sucht — Ansichten der Sucht“. Die LVR-Klinik Düren hat die 15 großformatigen Informationstafeln konzipiert, die nun im Foyer des Jülicher Krankenhauses ausgestellt sind.

Die Pflegedirektorin des St. Elisabeth Krankenhauses, Nadja Trowski-Muckenheim, eröffnete gemeinsam mit Chefärztin Dr. Antje Niedersteberg, Chefärztin der Abteilung für die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen und Sozialarbeiterin Carina Cremer aus der LVR-Klinik Düren die Ausstellung.

Aus Gewohnheit kann bei der gesellschaftlich anerkannten Droge Alkohol schnell Abhängigkeit werden. Foto: dpa

Die Caritas Trägergesellschaft West gGmbH (ctw) mit ihren Einrichtungen und die LVR-Klinik Düren kooperieren bereits seit einigen Jahren auf verschiedenen Ebenen.

Mit der Ausstellung „Gesichter der Sucht — Ansichten der Sucht“ möchten sie an häufig frequentierten Orten möglichst viele Menschen erreichen. Im St. Elisabeth Krankenhaus in Jülich können Patienten, die Besucher und auch die Mitarbeiter zugleich angesprochen werden.

Der Vorstand der LVR-Klinik Düren sowie die ctw-Geschäftsführung wünschen sich stattliche Besucherzahlen, da durch fundierte Präventionsarbeit Leid und Unheil verhindert werden können.

Alkohol gilt als gesellschaftlich anerkannte Droge Nummer eins. Jedoch gerät ein gesundes Maß schnell aus den Augen und die Abhängigkeit schleicht sich ein. Früher sprach man bei Alkoholismus von Charakterschwäche, heute wissen Experten: Bei längerem Konsum einer Substanz bildet sich im Gehirn unweigerlich und automatisch ein so genanntes „Suchtgedächtnis“.

1,8 Millionen Betroffene

Abhängig wird aber nur, wer trinkt, um positive Effekte wie Euphorie zu erreichen oder wer negative Effekte wie Angst oder Stress vermeiden will. Die Zahl der Alkoholabhängigen in Deutschland ist innerhalb weniger Jahre deutlich gestiegen — auf rund 1,8 Millionen. Neben dem Alkohol können weitere Substanzen und Verhaltensweisen den Menschen süchtig werden lassen — auch Nikotin, Tabletten, Drogen, übermäßiger PC- und Internetgebrauch zählen dazu. Prävention ist das Gebot im Angesicht alarmierender Zahlen, Aufklärung tut not, sagen die Organisatoren.

Mit der Ausstellung im St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich endet zugleich diese Wanderausstellung, die nun in allen ctw-Krankenhäusern zahlreiche Interessierte angesprochen und informiert hat.