Aldenhoven: Ausgesetztes Kaninchen ein Opfer der Hitze

Aldenhoven: Ausgesetztes Kaninchen ein Opfer der Hitze

Bei der Tierhilfe Jülich und Umgebung ist am Montag ein Notruf eingegangen. Ein Radfahrer meldete, dass in Aldenhoven auf einem Radweg ein Käfig (blaue Wanne mit schwarzem Gitterdraht) mit zwei Kaninchen stehe, wovon eines bereits verstorben sei.

Dieses grau-weiße Kaninchen in offensichtlich schlechtem Pflegezustand (ca. 3 cm lange Krallen) ist offensichtlich an einem Hitzschlag gestorben oder es ist verdurstet, denn bei Temperaturen um die 24 Grad Celsius hat ein Kaninchen bereits Schwierigkeiten, seine Temperatur zu regulieren. An diesem Tag herrschten allerdings Temperaturen um die 30 Grad Celsius.

Die Situation für die Tiere wurde noch verschlimmert, da im Käfig war kein Wasser vorhanden war. Bei der Ankunft des Mitarbeiters der Tierhilfe konnte jedoch nur noch das verendete Tier gefunden werden.

Das zweite Kaninchen, dessen Fellfarbe unbekannt ist, hatte sich offensichtlich befreit, während der Radfahrer sich vom Fundort entfernt hatte, da sein Handy vor Ort keinen Empfang hatte.

Die Tierhilfe weist darauf hin, dass abgesehen von der Verwerflichkeit, ein Tier in eine derartige Notlage zu versetzen, das Aussetzen von Tieren laut Tierschutzgesetz (TierschG § 3/3) strafbar ist und mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann.

Sollte jemand Angaben über die Herkunft der Tiere machen können, möge er sich bitte bei der Tierhilfe Jülich unter Tel. 02461 - 53 0 76 melden oder mit dem jeweils zuständigen Ordnungsamt Kontakt aufnehmen.

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