Jülich: Auftritt der Familie Traber erzeugt reichlich Schrott

Jülich : Auftritt der Familie Traber erzeugt reichlich Schrott

Den Besuchern der Stuntshow auf dem Parkplatz des Brückenkopf-Parks ist bei bestem Wetter ein äußerst kurzweiliges Programm geboten worden. Die Familie Traber hatte mit ihrer „Super-Show auf heißen Reifen“ in der Herzogstadt an zwei Tagen Station gemacht und begeisterte die Zuschauer mit zahlreichen sehenswerten Vorführungen.

Von Sprüngen durch brennende Reifen über mehrere Autos über das Durchbrechen von Holzwänden bis hin zu akrobatischen Auto-Fahrten auf nur zwei Rädern wurde viel geboten. Das Team um Hans-Lutz Traber bestand bei den Shows aus Johnny Traber, Marcel Traber, Louis Traber und Georgino Traber.

So schön kann Fliegen sein: Lous und Georgino Traber demonstrierten, wie weit man mit dem Motorrad über eine Rampe springen kann. Foto: Wickmann

Die Familien-Stunttruppe aus dem benachbarten Selfkant (Kreis Heinsberg) hat schon vor über 30 Jahren bei Dreharbeiten für Sendungen wie der 7. Sinn oder Alarm für Cobra 11 bis hin zu James Bond-Filmen die gefährlichen Szenen übernommen. Hans-Lutz Traber hält unter anderem Rekorde beim Geschwindigkeitsfahren auf dem Nürburgring oder dem Fahren auf nur zwei Reifen.

Zu Beginn der Show zeigten Louis und Georgino Traber, wie weit man mit einem Motorrad über eine Rampe springen kann. Johnny Traber führte vor, dass ein Quad nicht immer auf allen vier Rädern fahren muss. Es wurde auch bewiesen, dass das Fahren auf zwei Rädern wie im James Bond-Film „Diamantenfieber“ auch synchron durch gleich zwei Fahrzeuge erfolgen kann und es auch möglich ist, dabei auf einem der schräg fahrenden Wagen zu stehen.

Ein Stunt hätte auch „Mit dem Kopf durch die Wand“ heißen können: Bei diesem Szenario wird eine in Flammen stehende Bretterwand von einem Auto durchbrochen, bei dem der Stuntman mit Helm und feuerfester Montur auf der Motorhaube liegt.

Auch das Publikum wurde bei der Show mit eingespannt. Bei mehreren Stunts durften Damen von den Zuschauertribünen als Beifahrerin assistieren. Mit einem alten schrottreifen Fiesta und einem Corsa wurde dabei vorgeführt, wie ein Auto nach der Fahrt über eine Rampe und mehreren Überschlägen noch fahren kann, auch wenn die Karosserie dabei sichtbar gelitten hat.

Auch ein Frontalcrash mit 70 km/h hinterlässt an beiden beteiligten Autos sichtbare Spuren, doch glücklicherweise wissen die Stuntmen genau, wie sie unbeschadet so einen Unfall überstehen können.

Zum Finale einer überaus kurzweiligen Show wurden die schon arg in Mitleidenschaft gezogenen Autos einem finalen Stabilitätstest unterzogen. Mit den beiden Monstertrucks „Car-Killer“ und „Hellboy“ wurden die Wagen wie im Showprogramm versprochen „zu Briefmarken gequetscht“. Am Ende hatten alle Zuschauer Gelegenheit, sich vor den Monstertrucks fotografieren zu lassen.

(bw)
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