Zwei Partner, ein klares Ziel: Auf altem Jülicher FH-Gelände entstehen Wohn- und Gewerbeeinheiten

Zwei Partner, ein klares Ziel : Auf altem Jülicher FH-Gelände entstehen Wohn- und Gewerbeeinheiten

Vor rund zweieinhalb Jahren marschierte Bürgermeister Axel Fuchs mit Frank Drewes von der Stadtentwicklungsgesellschaft Jülich (SEG) zu Sparkassen-Vorstand Uwe Willner. Die Frage, die sie im Gepäck hatten lautete simpel: Wie können wir Jülich städtebaulich entwickeln? Willners Antwort: Gemeinsam.

Zweieinhalb Jahre später stehen Fuchs, Drewes und die Sparkassen-Vorstände Udo Zimmermann und Dr. Gregor Broschinski auf dem alten FH-Gelände an der Haubourdinstraße.

110 Wohneinheiten (darunter 55 Parzellen für Einfamilienhäuser) für rund 200 Menschen sollen hier entstehen, entwickelt von der dafür gegründeten Jülicher Immobiliengesellschaft (JIG), einem Zusammenschluss der Stadtentwicklungsgesellschaft und der Sparkasse. Bürgermeister Axel Fuchs: „Unsere Antwort war, sich nicht eines dritten Investors zu bedienen, sondern als kommunale Familie das Projekt selbst in Angriff zu nehmen.“

Wenn sich zwei Partner finden, die wie Zimmermann sagt gemeinsam „einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadt Jülich leisten“ wollen, dann kommt es auch schon mal vor, dass man vorsichtshalber gleich zwei Mal werbewirksam das ehrgeizige Projekt mit einem Spatenstich bekräftigt. Erst Recht, wenn es sich um das erste Projekt der neuen Jülicher Immobiliengesellschaft handelt.

Dem symbolischen Griff zum Spaten Ende Januar folgte jetzt zum Start der Erschließungsarbeiten ein weiterer. Foto: Burkhard Giesen

Dem symbolischen Griff zum Spaten Ende Januar folgte jetzt zum Start der Erschließungsarbeiten ein weiterer. Knapp 10.000 Quadratmeter ist das Areal des alten FH-Geländes zwischen Haubourdinstraße, Ginsterweg und Jan-von-Werth-Straße groß.

Zweieinhalb bis drei Jahre soll es dauern, bis das Gelände komplett bebaut ist. SEG-Geschäftsführer Frank Drewes sieht als großen Vorteil die Chance, das Gelände „städtebaulich aus einem Guss“ zu entwickeln. „Wir realisieren ein städtebaulich hochwertiges Immobilenensemble, das einen Brückenschlag zur angrenzenden Einfamilienhausbebauung schafft und dem Gesamtareal einen attraktiven Rahmen gibt“, sagt Drewes.

Die eingeschossigen Einfamilienhäuser entlang der Jan-von-Werth-Straße werden also nicht unmittelbar in einen mehrgeschossigen Wohnungsbau übergehen, zumal man hier bewusst auf größere Abstandsgrenzen setzten will als vorgeschrieben. Ende der Woche sollen die Erdarbeiten für die ersten beiden Mehrfamilienhäuser mit je elf Wohneinheiten starten.

Der Rohbau soll zum Jahreswechsel stehen. Danach werden die weiteren sechs Mehrfamilienhäuser im Drei-Monats-Rhythmus in Angriff genommen. Während die Grundstücke für die Einfamilienhäuser bereits vergeben sind (Baubeginn ab Sommer), läuft die Vermarktung der 110 Wohn- und Gewerbeeinheiten gerade erst an.