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Kommentar zur Kommunalwahl in Jülich: Auch Nuancen sind entscheidend

Kommentar zur Kommunalwahl in Jülich : Auch Nuancen sind entscheidend

Jedem Anfrang wohnt ein Zauber inne, würde Hermann Hesse sagen. Der Journalist mag sich eher fürs Ende interessieren.

Jedem Anfrang wohnt ein Zauber inne, würde Hermann Hesse sagen. Der Journalist mag sich eher fürs Ende interessieren. Ja, es gab am Anfang eine große Koalition aus CDU und SPD, die gemeinsam Entscheidungen getroffen hat.

Dass die ab November 2018 gekündigt und damit Geschichte war, dürfte man fast vergessen haben, weil die Politik im Rat der Stadt Jülich kaum anders gelaufen ist: Es gibt einen Grundkonsens bei übergeordneten Fragen und Streit gibt es allenfalls über Nuancen.

Das sollte man deshalb in Erinnerung behalten, weil genau diese Nuancen in den kommenden Jahren wichtiger werden. Nur ein Beispiel: Wer sich einig ist, dass Jülich sich weiter entwickeln muss und deshalb ein Integriertes Handlungskonzept in Auftrag gibt, kann getrost erst mal die Ergebnisse abwarten, muss sich selbst noch nicht positionieren.

Wer das Konzept in den kommenden Jahren aber umsetzen will, muss Entscheidungen treffen. Da wird die CDU vermutlich andere Akzente setzen als die Grünen, die SPD andere als UWG Jül und FDP. An kaum einem anderen Punkt wird Kommunalpolitik in den kommenden fünf Jahren für jeden einzelnen Bürger konkreter und erfahrbarer werden.

Deshalb: Auch jeder Kommunalwahl wohnt ein Zauber inne. Zum Beispiel der, dass man als Wähler die Chance hat, überprüfbare Antworten auf seine Fragen zu bekommen. Nutzen Sie die Gelegenheit.