Linnich: Auch der dritte Streich von Fun fatal trifft ins Schwarze

Linnich : Auch der dritte Streich von Fun fatal trifft ins Schwarze

„Zum dritten Mal Fun Fatal — Jedem das seine.“ Dieses Motto sagt eigentlich schon alles aus. Zum dritten Mal standen Gerd und Anne Gottwald sowie Petra Messges und Sandra Köberich im Linnicher Martinus-Zentrum vor Publikum, um ihre Zuhörer mit Kabarett vom Feinsten zu verwöhnen.

Das Quartett umfasst reine Amateure, die sich allwöchentlich treffen, um dann gemeinsam Material zusammen zu tragen, wieder zu verwerfen, Neues hinzufügen und schrittweise gemeinsam das Programm auf die Beine zu stellen. Was dabei herauskommt, kann sich wirklich sehen und hören lassen. Es ist eine gelungene Mischung aus Sketchen, Musik und Gesang, auch mal ein Monolog und diesmal sogar eine Predigt, die gut genug für eine größere Bühne wäre.

So hält Gerd Gottwald seinen Zuhörern in seiner Predigt, einen Spiegel vor und prangert die Moral der Gemeinde an, die nicht zuletzt unter der Einwirkung des Linnicher Kultursommers leidet. Er gab auch Deutschunterricht für türkische Mitbürger und beschwerte sich in bester Loriot-Manier über sein hart gekochtes Frühstücksei.

„Wie es früher war, ohne Handy und Internet“, war ebenfalls ein Thema. Zur Geschichte des Telefons, noch mit Wählscheibe und langer Schnur, berichtete Anne Gottwald.

Gesang, der begeistert

Den musikalischen Part übernahmen Petra Messges und Sandra Köberich. Eine Prise Udo Jürgens, ein Spritzer Zickenterror sowie allerlei Nachdenkliches hatten sie mitgebracht und begeisterten das Publikum mit ihrem Gesang.

Es gab auch Selbstverfasstes und etliches mehr, so dass es für alle Zuhörer ein rund herum gelungener Abend wurde.

(Kr.)