Körrenzig: Alte Kirche Körrenzig: Bewegende Altarweihe

Körrenzig: Alte Kirche Körrenzig: Bewegende Altarweihe

„Der Altar ist der Inbegriff für unsere christliche Praxis”, betonte der Aachener Weihbischof Dr. Johannes Bündgens die Wichtigkeit des „Tisches, auf dem sich wirklich das Kreuzesopfer vollzieht”. Daraus resultiert die hohe Bedeutung der Altarweihe, zu der der Bischof in die Alte Kirche Körrenzig gekommen war.

„Der Altar wird behandelt wie ein Täufling”, formulierte es Pfarrer Stefan Bäuerle. So stand das Gedenken an die Taufe am Anfang der Weihe-Zeremonie mit Dr. Bündgens, den Pfarrern Bäuerle und Heinz Philippen, Diakon Manfred Kappertz und Seminarist Carsten Ziegler.

Mit der lauretanischen Litanei und „gebeugten Knien” begannen die altertümlichen, aber bewegenden Riten. Als Zeichen der Reinigung wurde der Altar mit Weihwasser „gewaschen”. Dann legte der Bischof sein Messgewand ab, band eine weiße Schürze um und salbte den Opfertisch in der Mitte und an allen vier Enden, die für alle vier Himmelsrichtungen stehen, mit heiligem Chrisam als Symbol für Christus, den „Gesalbten”.

Im Anschluss wurden die Salbstellen mit Wachsdochten und Weihrauch in Flammen gesetzt und verbreiteten so den „Wohlgeruch, den Gott möchte”. Wie der Weihrauch sollen auch die Gebete der Gläubigen zu Gott emporsteigen, wie Christus sollen seine „Gesalbten” sein Evangelium verbreiten, so ist „jeder messianischer Altar”. Der frisch geweihte Opfertisch wurde feierlich gedeckt, neue Kerzen an der Flamme der Osterkerze entzündet, bevor das Messopfer gefeiert wurde.

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