Viele Änderungen in den Pfarrkirchen durch neue Gottesdienstordnung

Neue Gottesdienstordnung : In den Pfarrkirchen ändert sich einiges

Die Ostertage sind vorbei. Vorbei sind auch die Tage, an denen in allen sechs Pfarrkirchen des Altdekanates an einem Wochenende die Gläubigen ihre Messfeiern mit Priestern feiern durften.

Ab der kommenden Woche wird die ab dem 1. April geltende neue Gottesdienstordnung deutlich werden. Diese wurde kürzlich von den Vertretern der Pfarreien gemeinsam mit Pfarradministrator Pater Josef Költringer erarbeitet.

Sie bringt Einschnitte in das Leben der einzelnen Pfarreien, indem nicht mehr vierzehntägig ein Priester zur Verfügung steht. Aber es ist auch die Garantie damit verbunden, dass das kirchliche Leben in den einzelnen Pfarreien erhalten bleibt, zumindest bis zum Jahre 2021. So lange gilt diese Gottesdienstordnung und so lange wird es keine Kirchenschließungen geben – das ist das Wichtigste. Alle wollen den Erhalt ihrer Kirche.

Einer der Ausgangspunkte war die plötzliche und unerwartete Entscheidung des Generalvikariats, die die Versetzung von Pfarrer Jürgen Frisch nach Nörvenich zum Inhalt hatte. Pfarrer Frisch war als priesterliche Hilfe der GDG Aldenhoven-Linnich für die Sonntagsgottesdienste in Niedermerz und Dürboslar zur Verfügung gestellt worden. Dank seiner volkstümlichen Art und seiner einprägsamen Predigten hatte er über die beiden Pfarreien hinaus viele Freunde gewonnen, nicht zuletzt auch als Präses der Schützenbruderschaften Pattern und Dürboslar. Vergebens waren leider die vereinten Bemühungen der Vertreter der beiden Pfarreien und der Schützen, den beliebten Priester zu behalten.

Hauptziel der geschlossenen Vereinbarung ist die Erhaltung des kirchlichen Lebens in jeder Pfarre, sei es als Eucharistiefeier oder als Wortgottesdienst. In jeder Gemeinde soll einmal im Monat eine Eucharistiefeier sein. Die Vorabendmessen finden in der folgenden Reihenfolge statt: 1. Samstag in Schleiden, 2. in Siersdorf, 3. in Niedermerz, 4. in Dürboslar, jeweils um 17.30 Uhr.

In Freialdenhoven ist am 1. Sonntag im Monat um 9 Uhr Heilige Messe. Der Messbeginn ist in allen Orten so gelegt worden, dass die Eucharistiefeiern von einem Priester bewältigt werden können. Damit berücksichtigt man das vorgerückte Alter der wenigen verfügbaren Priester. Der zeitgleiche Beginn der Gottesdienste an den Samstagen birgt ein Problem in sich, nämlich das der Organisten. Die Folge ist, dass nicht alle Wortdienste mehr bedient werden können. Möglicherweise ist eine weitere Änderung angezeigt.

In der Hauptpfarre Aldenhoven findet an jedem Sonntag um 11 Uhr eine Eucharistiefeier statt. An besonderen Feiertagen und ortsspezifischen Veranstaltungen werden in allen übrigen Pfarren Messfeiern angeboten. Es wäre wünschenswert, wenn in den einzelnen Orten Fahrgemeinschaften gebildet würden, die die Teilnahme an einer Messfeier ermöglichen würden.

In fast allen Pfarren werden ansonsten an den Wochenenden Wortgottesdienste angeboten. Den Frauen und Männern, die diese Aufgabe ehrenamtlich übernommen haben, gebührt besonderer Dank. Ihre Tätigkeit kann nicht hoch genug geschätzt werden, weil diese doch entscheidend dazu beiträgt, dass das christliche Leben in unseren Gemeinden vor Ort erhalten bleibt. Das christliche Gemeinschaftsbewusstsein wird außerdem durch die in den Orten von kirchlichen Organisationen angebotenen Zusammenkünfte, wie gemeinsames Frühstück oder Kaffee-Nachmittag gefördert.

(gre)
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