TuS Aldenhoven richtet die Jugend-Landesmeisterschaften im Ringen aus

Jugend-Landesmeisterschaften im Ringen : Leistung, Disziplin und jede Menge Spaß

Für Shebaaz Singh und Lenny Matla war das Wochenende sehr erfolgreich. Die beiden Nachwuchsringer des TuS Aldenhoven haben bei den Landesmeisterschaften der Altersklassen A, D und E in heimischer Halle eine Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen.

Der TuS Aldenhoven stellte sich am Wochenende der Herausforderung, Gastgeber für die Landesmeisterschaft der Jugend im Freistilringen zu sein. Während am Samstag die jungen Athleten der Jahrgänge 2001 bis 2009 um die Bestplatzierungen im Einzel kämpften, wurden am Sonntag in der Franz-Vit-Halle die Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen. Mehr als 140 Ringer aus Nordrhein-Westfalen nahmen teil. Der TuS Aldenhoven schickte gleich elf junge Ringer an den Start. Die Nachwuchssportler holten fünf Gold- und zwei Bronzemedaillen – eine starke Leistung, mit dem die Verantwortlichen des Vereins absolut zufrieden waren. Vor den Augen der zahlreichen Zuschauer in der Halle fanden gleichzeitig auf drei Matten intensive, dabei aber stets faire Zweikämpfe statt.

Fair-Play-Gedanke

„Der Fair-Play-Gedanke besitzt im Ringen einen besonders hohen Stellenwert“, erklärte der Leiter des Ringer-Landesstützpunktes Aldenhoven, Karl-Heinz Ruch. Der langjährige aktive Ringer und Landestrainer weiß genau, wovon er spricht, schließlich kann er auf eine jahrzehntelange erfolgreiche Sportlerkarriere zurückblicken. Und in der Tat: Die Zuschauer konnten schon bei den kleinsten Ringern aufrichtige Respektsbezeugungen untereinander beobachten, auch wenn schon mal vor und nach dem Kampf Tränen geflossen sind. „Ein Handschlag für den Gegner und den Kampfrichter ist ein Muss“, bestärkte Ruch diesen Eindruck. Kein Wunder also, dass Ringen neben dem wohl für alle Sportarten geltenden Leitungsgedanken auch eine charakterbildende und integrative Aufgabe übernimmt.

„Beim Ringen kommen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammen – das Eis ist schnell gebrochen“, bestätigte der als Aktiver ebenfalls erfolgreiche TuS-Vereinstrainer Mohamed Zeggai, der seinen Schützlingen während ihrer schweißtreibenden Kämpfe stets lauthals Hilfestellung gab.

Eine scheinbar dringende Notwendigkeit. Immerhin kämpften seine oftmals erst zehnjährigen Talente nicht bloß gegen ihren jeweiligen Kontrahenten, sondern auch gegen eine starke Geräuschkulisse in der Sporthalle an. Die dichte Atmosphäre mit schrillen Pfiffen der Kampfrichter, den Rufen breitschultriger Trainer und den Anfeuerungen der Zuschauer, Eltern und Teammitglieder, hätte eine ganz eigene Herausforderung für unerfahrene Nachwuchsringer bedeuten können.

Erfolgreiche Sportler vom TuS Aldenhoven: Shebaaz Singh (r.) und Lenny Matla. Foto: Jakub Drogowski

Eine Herausforderung, der sich die Jungen und Mädchen oft scheinbar unbekümmert stellten. Wie auch der erst zehnjährige TuS-Ringer und frischgebackene Bronzegewinner Lenny Matla, der beim Ringen besonders das „Schmeißen“ und als echter Wettkämpfer die Turniere an seinem Sport besonders schätzt. Der Aldenhovener Schüler ist vor zwei Jahren dank einiger Freunde zum Ringen gekommen und betreibt es seitdem gewissenhaft und mit der nötigen Disziplin, vor allem aber mit großem Spaß. Obwohl ein Ringer stets allein auf der Matte steht, betonte Lenny, ebenso wie sein gleichaltriger Teamkamerad und Goldmedaillengewinner Shebaaz Singh, stünde besonders die Freude an der Gemeinschaft beim Ringen im Vordergrund. Beide wollen unbedingt mit dem Ringen weitermachen und noch viele möglichst erfolgreiche Turniere bestreiten.

„Aufgrund seiner Komplexität und seinen hohen Anforderungen“, erklärte Achmed Damani, ebenfalls TuS-Jugendtrainer und Physiotherapeut des Vereins, „ist das Ringen ein äußerst trainingsintensiver Sport.“ Daher legt Trainer Zeggai gerade im Jugendbereich viel Wert auf Spaß und Teamgeist.

„Athletik und Schnellkraft“

„Neben Athletik, Schnellkraft und vielem anderen sind das wichtige Komponenten“, erklärt er. Getreu diesem Motto versuchte er, mit klaren, aber ruhigen Ansagen während des Turniers den Druck von den Nachwuchsringern zu nehmen, Mut zuzusprechen und notfalls Trost zu spenden. Die großen Erfolge „seiner“ Nachwuchsringer an diesem Wochenende geben dem Jugentrainer Recht.

Mehr von Aachener Nachrichten