Rockheaven Dürborslar: Der Rock-Himmel macht im April dicht

Zukunft der Konzerthalle ungewiss : Der Rock-Himmel macht im April dicht

Ein Jahr wird das „Rockheaven“ – auf Deutsch Rockhimmel – alt werden. Dann ist es vorbei mit der Rockmusik in der Musikhalle, die vielen Bands und Musikliebhabern in zwölf Monaten ein Forum geboten hat.

Denn am Samstag, 27. April, findet das letzte Konzert mit „Metal Rulez“ und „Steve Next Door“ statt. Danach verstummen die Lautsprecher des „Rockheavens“.

Ob die Halle unter einem anderen Namen weiter mit einem anderen Konzept als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt wird, hält sich Michael Hauch, dessen Familie die Räumlichkeiten gehören und der über die Schließung von Rockheaven entschieden hat, noch offen. „Eventuell werden wir in der Halle weiter Konzerte veranstalten. Dann auch mit anderen Musikrichtungen außerhalb des Rock. Wir haben aber noch nicht entschieden, ob wir die Halle komplett schließen werden“, sagte er.

Wenig Zulauf

Als Grund für die Schließung benannte Hauch erstrangig finanzielle Gründe. Immer wieder verbuchten die Konzerte wenig Zulauf. Teilweise zählten die Veranstaltungen nur wenige zahlende Gäste. Öfter weniger als zehn. Einmal sogar null. Gleichwohl habe es ein paar wenige Lichtblicke gegeben. Der Rekord habe bei rund 180 Gästen gelegen, wie Tommy Gregel, seines Zeichens Begründer von „Rockheaven“, sagte. Solche hohen Zahlen waren aber eher die Ausnahme.

Gregel, der mit „Rockheaven“ schon vorher an einem anderen Standort sesshaft werden wollte, hält an seiner Idee fest. Bis er eine andere Location gefunden hat, kommt er mit seinen Veranstaltungen im „Markt 17“ in Hückelhoven unter. Denn bis Mitte Dezember waren eigentlich schon Bands für das „Rockheaven“ in Dürboslar gebucht. Dazu Gregel: „Ich bin gerade dabei, alle Musikgruppen zu informieren. Wir versuchen, so viele Konzerte wie möglich in ‚Markt 17‘ stattfinden zu lassen. Das wird allerdings nicht bei allen klappen.“

Einige Karten für Konzerte nach April sind bereits im Vorverkauf über die Theke gegangen. Die Käufer sind per Mail informiert worden. „Wir bieten Rückerstattung oder Umbuchung auf die andere Location an. Das ist mit keinerlei Gebühren verbunden. Alles was die Käufer tun müssen, ist auf meine Mail zu antworten“, sagte Gregel weiter.

Tommy Gregel stand der Zukunft von Rockheaven in Dürboslar positiv gegenüber, obwohl man bis heute keine schwarzen Zahlen geschrieben habe.

„Nach einem Jahr des Anlaufs standen wir kurz vor dem Umschwung. Im Dezember und Januar hatten wir bereits einige Konzerte, bei denen wir gute Besucherzahlen hatten.“

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