Freialdenhoven büßt Punkte nach oben ein

Eine völlig verdiente Niederlage : Freialdenhoven büßt Punkte nach oben ein

So hatte sich Trainer Wilfried Hannes das Kräftemessen sicher nicht vorgestellt. Denn nach dem Abpfiff in der Partie zwischen Freialdenhoven und Hennef stand es 0:2 (0:1). Und das war durchaus gerecht.

„Der Sieg für Hennef geht voll in Ordnung“, gestand Hannes neidlos den Gästen die Lorbeeren zu. Denn die hatten einfach mehr für einen Sieg getan. Selbst der frühe Rückstand in der vierten Minute durch Andre Klug weckte die Hausherren kaum auf. Hannes bescheinigte seinen Akteuren kämpferisch durchaus eine gute Einstellung. Das reichte jedoch gegen die sehr aggressiven und dicht stehenden Hennefer nicht.

Bis zum Pausenpfiff sahen die 150 Zuschauer praktisch keine nennenswerte gefährliche Torchance für Freialdenhoven. „In der ersten Halbzeit haben wir es dem Gegner viel zu einfach gemacht“, zog Hannes eine selbstkritische Bilanz.

Das änderte sich mit Beginn der zweiten Hälfte durchaus, aber nicht durchschlagend genug. Und als die Mannschaft sich gerade mal anschickte, mehr Druck aufzubauen, unterlief der Abwehr erneut ein gravierender Fehler und es hieß 0:2.

Einen fälligen Strafstoß verwandelte Sven Brand (70.) sicher. „Das hat uns den K.o. versetzt.“ Für Hannes war danach auch keine Wende mehr möglich, zumal: „Einige Spieler haben heute auch unter Form gespielt.“ Er versprach „klärende Worte“ unter der Woche.

Die Innenverteidigung, im Spiel gegen Vichttal noch hoch gelobt, wackelte diesmal mehr als dem Trainer lieb war. Der gerade in den Kader zurück gekehrten Moritz Kraus zeigte, dass er Nachholbedarf in Sachen Spielpraxis und Sicherheit hatte.

Vom Mittelfeldregisseur Gerard Sambou war nicht viel zu sehen. Der angespannten personellen Situation geschuldet musste Mark Szymczewski in der Verteidigung aushelfen. Vor allem aber fehlten „Leitwölfe“, die die anderen Spieler mitziehen und antreiben können. Ob das Spiel mit nur einer Spitze gegen die Hennefer die geeignete Antwort war, blieb offen. Der spät eingewechselte Hussain Alawie konnte jedoch keine entscheidenden Impulse setzen.

„Die Hennefer waren in den Zweikämpfen präsenter. Wenn du da verunsichert bist, wird das sofort bestraft“, sagte der Trainer. Er nahm seine Akteure insofern ein wenig in Schutz, als auch vor dem Spiel viel zu wenige Spieler aus gesundheitlichen Gründen trainieren konnten.

(tm)
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