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Mehr Sicherheit und weniger Emissionen: Fast 10 Millionen Euro für Fahr-Projekt am Testing-Center Aldenhoven

Mehr Sicherheit und weniger Emissionen : Fast 10 Millionen Euro für Fahr-Projekt am Testing-Center Aldenhoven

Vollvernetztes Fahren soll den Verkehr sicherer und komfortabler machen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat dazu das Forschungsprojekt 5G Netmobil mit 9,5 Millionen Euro gefördert.

Ein Fußgänger an einer unübersichtlichen Straßenkreuzung oder ein Fahrzeug, das plötzlich aus einer nicht einsehbaren Seitenstraße kommt: Im Straßenverkehr ergeben sich häufig Situationen, die der Fahrer nicht vollständig überblicken kann. Mehr Sicherheit, mehr Komfort und weniger Emissionen: Wenn Fahrzeuge miteinander vernetzt sind und sich mit der Verkehrsinfrastruktur in Echtzeit austauschen, reduziert das sowohl das Unfallrisiko als auch Emissionen. Zentrale Voraussetzung dafür ist eine stabile und zuverlässige Datenverbindung. Daran hat das Forschungsprojekt 5G Netmobil in den vergangenen drei Jahren mit 16 Partnern aus Forschung, Mittelstand und Industrie gearbeitet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte das Forschungsprojekt mit 9,5 Millionen Euro gefördert. Die durch das Projekt geschaffenen Grundlagen in den Bereichen Netzwerke, Sicherheit und Kommunikationsprotokolle sind nun die Basis für die Standardisierung, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie erste Serienprojekte der Projektpartner.

Ziel des Forschungsprojektes war, zentrale Herausforderungen der automobilen Echtzeit-Kommunikation zu lösen. Denn damit das vollvernetzte Fahren Realität werden kann, muss die direkte Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und mit der Infrastruktur zuverlässig funktionieren. Die Partner des Projektes 5G Netmobil entwickeln deshalb beispielsweise einen Kreuzungsassistenten, der Fußgänger und Radfahrer an unübersichtlichen Kreuzungen schützt.

„Die Arbeit des Forschungsprojektes ist für ein breites Anwendungsspektrum relevant. Davon profitieren nicht nur die Projektpartner aus Industrie und Forschung, sondern ganz besonders die Verkehrsteilnehmer“, sagt Dr. Frank Hofmann von der Robert Bosch GmbH, der das Forschungsprojekt industrieseitig koordiniert.