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Bundestagswahl Aldenhoven 2021: Alle Informationen

Wahllokale, Parteien, Kandidaten : Was Sie zur Bundestagswahl in Aldenhoven wissen müssen

Am 26. September 2021 findet die Bundestagswahl statt. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Bundestagswahl in Aldenhoven.

Wer darf bei der Bundestagswahl wählen?

Bei der Bundestagswahl ist wahlberechtigt, wer ...

  • mindestens 18 Jahre alt ist,
  • die deutsche Staatsangehörigkeit hat,
  • mindestens drei Monate vor der Wahl einen Wohnsitz in Deutschland hat oder sich gewöhnlich dort aufhält und
  • nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Deutsche, die im Ausland leben und nicht in Deutschland gemeldet sind, werden nicht automatisch in ein Wählerverzeichnis eingetragen. Wollen Auslandsdeutsche an der Bundestagswahl teilnehmen, müssen sie einen schriftlichen Antrag stellen.

Wie wird bei einer Bundestagswahl gewählt?

Wählende bei der Bundestagswahl haben zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird per Direktwahl eine Wahlkreisabgeordnete oder ein Wahlkreisabgeordneter gewählt, die oder der per Direktmandat in den Bundestag einzieht. Die Erststimme wird auf dem Wahlzettel auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme wird die Landesliste einer Partei gewählt. Die Zweitstimme entscheidet so über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag – also darüber, wie viele Sitze einer Partei zustehen. Die Zweitstimme wird auf dem Wahlzettel auf der rechten Stimmzettelhälfte eingetragen.

Zu welchem Wahlkreis gehört Aldenhoven?

Aldenhoven gehört zum Wahlkreis 90, der den gesamten Kreis Düren umfasst. Dazu gehören neben der Stadt Düren auch Heimbach, Hürtgenwald, Inden, Jülich, Kreuzau, Langerwehe, Linnich, Merzenich, Nideggen, Niederzier, Nörvenich, Titz und Vettweiß.

Wer stellt sich im Wahlkreis 90 zur Wahl?

Thomas Rachel (CDU): Die CDU im Kreis Düren stellt erneut Thomas Rachel als Kandidaten für die Bundestagswahl im September auf. Rachel erhielt 73 von 75-Delegiertenstimmen und damit 97,3 Prozent. Der Dürener Thomas Rachel gehört dem Bundestag seit 1994 an, ist seit 2005 Staatssekretär und seit 2012 CDU-Kreisvorsitzender.

Dietmar Nietan (SPD): Dietmar Nietan (SPD) tritt bei der Bundestagswahl am 26. September erneut für seine Partei als Kandidat an. Das Ergebnis war eindeutig: 95,89 Prozent der Delegierten stimmten für den 56-jährigen Dürener (74 abgegebene Stimmen, eine ungültig, 70 Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie eine Enthaltung). Für Nietan, der seit 2014 auch Bundesschatzmeister seiner Partei ist, ist es die siebte Nominierung als Bundestagskandidat.

Chris Andrä (Bündnis 90/Die Grünen): Der Dürener Kreisverband der Grünen schickt mit dem ehemaligen Langerweher Bürgermeister-Kandidaten Chris Andrä ein neues Gesicht in den Bundestagswahlkampf. Der Dürener Direktkandidat der vergangenen Jahre, Oliver Krischer, geht bei dieser Wahl im Wahlkreis Aachen als Direktkandidat ins Rennen. Andrä spricht sich für einen „Umweltschutz, verbunden mit digitalem Wandel aus“. Den anstehenden Strukturwandel in der Region benannte er als „das Thema für den kommenden Bundestagswahlkampf“.

Laura Jacobsen-Littig (FDP): Die FDP im Kreis Düren hat die Langerweher Unternehmerin Laura Jacobsen-Littig als Bundestagskandidatin aufgestellt. Die 28-Jährige betreibt seit 2020 die Traditionsfirma „Lambertus Bräu und Brand“ in Linnich. Jacobsen-Littig gehört als sachkundige Bürgerin der FDP-Kreistagsfraktion an. Dort vertritt sie die Liberalen im Ausschuss für Gesundheit, Verbraucherschutz und Tierschutz und ist Stellvertreterin im Ausschuss für Kreis- und Regionalentwicklung.

Wolfgang Kochs (AfD): Wolfgang Kochs ist 55 Jahre alt und lebt in Titz. Er ist verheiratet und angestellt als Elektrotechnik-Ingenieur. Er ist Abgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag Düren. Seinen Schwerpunkt in der bundespolitischen Arbeit sieht er in der Klima- und Energiepolitik. Bei der Kommunalwahl 2020 kandidierte er als Landratsbwerber.

Valentin Veithen (Die Linke): Die Linken im Kreis Düren stellen Valentin Veithen als Direktkandidaten auf. Veithen trat bereits bei der Bundestagswahl 2017 als Kandidat an und konnte damals 4,4 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 90 für sich gewinnen.

Stephan Staß (Die Partei): Die Satire-Partei Die Partei im Kreis Düren hat Stephan Staß aus Titz als Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2021 aufgestellt. Staß ist Vorsitzender des Dürener Kreisverbandes. „Ich freue mich wirklich sehr, dass ich für diese Partei in den Wahlkampf gehen darf und mit diesen Menschen, die wirklich noch etwas bewegen möchten – und das nicht nur in die eigene Tasche – arbeiten“, äußert sich Staß auf der Partei-Webseite.

Philipp Eismar (Piraten): Direktkandidat für die Piraten-Partei im Wahlkreis 90 ist Philipp Eismar.

Frank Bank (Freie Wähler): Für die Freien Wähler tritt Frank Bank als Direktkandidat bei der Bundestagswahl 2021 an.

Werner Hürttlen (Die Basis): Die Basis stellt Werner Hürttlen als Direktkandidaten für die Bundestagswahl auf.

Peter Helmer (Unabhängige): Als Direktkandidat für die Unabhängige tritt Peter Helmer an.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in Aldenhoven bei der Bundestagswahl 2017?

Bei der Bundestagswahl 2017 lag die Wahlbeteiligung in Aldenhoven bei 74,12 Prozent.

Wie haben die Kandidaten und Parteien in Aldenhoven 2017 abgeschnitten?

Die Erststimmen-Anteile verteilten sich wie folgt:

  • Thomas Rachel (CDU): 38,23 Prozent
  • Dietmar Nietan (SPD): 35,56 Prozent
  • Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen): 4,01 Prozent
  • Valentin Veithen (Die Linke): 4,42 Prozent
  • Katharina Kloke (FDP): 5,47 Prozent
  • Bernd Essler (AfD): 10,08 Prozent
  • Gunther Neubert (Piraten): 1,32 Prozent
  • Walter Leo Schreinemacher (Freie Wähler): 0,91 Prozent

Die Zweitstimmen verteilten sich wie folgt auf die Parteien:

  • CDU: 31,95 Prozent
  • SPD: 34,16 Prozent
  • Bündnis 90/Die Grünen: 3,51 Prozent
  • Die Linke: 5,2 Prozent
  • FDP: 10,13 Prozent
  • AfD: 10,57 Prozent
  • Allianz Deutscher Demokraten: 1,1 Prozent
  • Tierschutzpartei: 0,87 Prozent
  • Sonstige: 2,51 Prozent

Wann öffnen die Wahllokale in Aldenhoven?

Die Wahllokale sind am 26. September 2021 von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

In welchem Wahllokal muss ich wählen?

Die Adresse des Wahllokals, in dem Sie Ihre Stimme am Wahlsonntag abgeben können, finden Sie auf der Wahlbenachrichtigung, die Ihnen etwa vier Wochen vor der Wahl postalisch zugestellt wird.

Ich habe meine Wahlbenachrichtigung verloren. Was nun?

Wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung verloren haben, können Sie trotzdem wählen gehen. Sie können dazu einfach am Wahltag in Ihr Wahllokal gehen und sich dort mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass ausweisen.

Sollten Sie auch die Adresse des Wahllokals vergessen haben, erkundigen Sie sich am besten im Wahlamt nach der korrekten Adresse.

Sollten Sie gar keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, stehen Sie möglicherweise nicht im Wählerverzeichnis. Auch in diesem Fall sollten Sie sich rechtzeitig an das Wahlamt wenden.

Wie und wo kann ich Briefwahl beantragen?

Wer per Briefwahl wählen möchte, braucht dazu einen Wahlschein. Diesen können Sie bei der Gemeinde Ihres Hauptwohnsitzes persönlich oder schriftlich beantragen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich ein entsprechender Antragsvordruck. Sollten Sie bereits früher wissen, dass Sie per Briefwahl wählen möchten, können sie den Antrag auch stellen, bevor Ihnen die Wahlbenachrichtigung zugestellt wurde. Dazu müssen Sie die folgenden Angaben machen:

  • Familienname
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Wohnanschrift

Der Wahlschein kann bis spätestens um 18 Uhr am Freitag vor dem Wahltag beantragt werden.

Wer zahlt bei der Briefwahl das Porto?

Wenn Sie per Briefwahl wählen, müssen Sie Ihren Wahlbrief innerhalb von Deutschland nicht frankieren.

(nile)