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Zugang zu Fördermitteln: Aldenhoven will ran an neue Fördertöpfe

Zugang zu Fördermitteln : Aldenhoven will ran an neue Fördertöpfe

Die Gemeinde Aldenhoven möchte auch an den immer wieder aufgelegten Fördertopfen von Bund und Land teilhaben. Aber davor sind verständlicherweise Hürden gesetzt. Zunächst muss sich die Gemeinde auf ihre künftige Entwicklung festlegen.

Eine integrierte Entwicklungsplanung muss her, bevor man überhaupt Mittel von Bund und Land beantragen kann. Im Gemeindeentwicklungsausschuss erläuterten die beiden Sachbearbeiter Marcel Dederichs und Markus Herhut zunächst einmal die verschiedenen möglichen Entwicklungsrichtungen für die Gemeinde, machten aber deutlich, dass es zunächst als Basis eine Grundplanung geben müsse, auf die dann später die Zielplanungen aufgebaut werden können.

Kommune wird untersucht

Dieses integrierte Entwicklungskonzept beinhalte zunächst einmal eine Untersuchung unter verschiedenen Gesichtspunkten, zum Beispiel nach der funktionsräumlichen Gliederung, der sozialen Infrastruktur, der städtebaulichen Entwicklung, der Bereiche Bildung, Kultur, Verkehr, Nahversorgung, Freizeit und einige andere mehr. Für eine derartige Grundsatzplanung hat man das Aachener Planungsbüro HJPlaner gewinnen können, das mit den Herausforderungen auch kleiner Kommunen vertraut ist.

Bürgermeister Ralf Claßen wies darauf hin, dass eine derartige Planungsaufgabe kostenaufwendig sei. Für die erste Phase des Konzepts, welches eine Bestandsanalyse, Leitbildentwicklung und Zieldefinierung beinhaltet, fallen Kosten in Höhe von 25.500 Euro.

Aber das sei nur die Basis für weitere Konkretisierungen, die folgen müssten. Ralf Herhut betonte, dass auf diese Grundplanung alle weiteren Detailplanungen wie Dorfentwicklungskonzept, Dorf--Innenentwicklungskonzept, Gewerbeflächenentwicklungskonzept, Klimaschutzkonzept und andere aufbauen werden. Ralf Claßen äußerte die Möglichkeit, bei der weiterführenden Planung die Bevölkerung in Workshops in die Entwicklungsplanung einzubinden.

Warum so spät?

Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig, diesen Grundsatzplanungsauftrag zu erteilen. Wohl mehr an die Vorgänger gerichtet bemängelten die Ausschussmitglieder, dass die Gemeinde erst jetzt mit der Schaffung derartiger Planungen beginne. Deren Folge sei, dass man bisher von den Fördertöpfen abgeschnitten gewesen sei.

Einen Vortrag der Indeland GmbH zur Neuaufstellung des Regionalplanes Köln nahm der Ausschuss zur Kenntnis.

(gre)