Aldenhoven: „Mobilstationen“ sollen Umstieg auf den Bus erleichtern

Nahverkehr in Aldenhoven : „Mobilstationen“ sollen Umstieg auf den Bus erleichtern

Mit dem neuen Nahverkehrsplan sollen in der Gemeinde Aldenhoven vier Bushaltestellen zu sogenannten Mobilstationen ausgebaut werden.

„Der Aufbau von Mobilstationen zur Verknüpfung aller Verkehrsmittel als Angebot für multimodale Mobilität stellt einen Leitgedanken des Zielkonzeptes im aktuellen Nahverkehrsplan des Kreises Düren dar“, heißt es etwas überschwänglich formuliert in der Sitzungsvorlage des Gemeindeentwicklungsausschusses. Die Mobilstationen sollen dazu beitragen, an einem Ort mehrere Verkehrsmittel zu verknüpfen, gerade auch mit Blick auf die neuen Schnellbuslinien.

Hinter dem Begriff der Mobilstation verbergen sich allerdings nur ein wetterfestes Wartehäuschen mit Sitzgelegenheiten und entsprechende Fahrradabstellplätze, die den bequemen Umstieg vom Fahrrad auf den Bus erleichtern sollen. Für die Gemeinde Aldenhoven hatte der Kreis fünf ÖPNV-Schnittpunkte ausgewählt: die Haltestellen Siersdorf „Frauenrath“, L 136 Abzweigung Niedermerz, in Freialdenhoven an der Post sowie in Aldenhoven an der Kirche und am Markt. In Freialdenhoven scheitert eine Umsetzung allerdings aus Platzgründen.

Entsprechende Fördermittel hatte der Kreis bereits beantragt. Sie wurden auch bewilligt. Von den Kosten von 133.680 Euro müsste die Gemeinde 13.368 Euro als Eigenanteil übernehmen. Die Begeisterung im Aldenhovener Ausschuss über die Maßnahme hielt sich allerdings in Grenzen, weil die Kommune keine Möglichkeit hatte, Einfluss auf die Auswahl der Standorte zu nehmen. So wunderte sich nicht nur Ausschussvorsitzender Udo Wassenhoven (SPD) darüber, dass der Standort in Freialdenhoven gestrichen wurde: „150 Meter weiter am Kirmesplatz gibt es Platz ohne Ende, um die Planung zu realisieren. Zudem gehört das Areal sogar der Gemeinde.“

Auch am Standort Markt gab es Kritik, weil er nicht weit von der Haltestelle Kirche entfernt ist. Stattdessen hätte der Ausschuss den Standort Am Alten Bahnhof präferiert. Bürgermeister Ralf Claßen (CDU) versprach, die Umsetzung eines alternativen Standortes in Freialdenhoven beim Kreis anzuregen. Mit Blick auf die Haltestelle Am Alten Bahnhof will er alternativ eine Finanzierung im Haushalt 2020 vorschlagen. 

(bugi)
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