Jülich: Agroisolab GmbH und TÜV gehen getrennte Wege

Jülich: Agroisolab GmbH und TÜV gehen getrennte Wege

Schon seit zehneinhalb Monaten ist die Agroisolab GmbH im Gewerbegebiet Königskamp wieder „eine echte Jülicher Firma“. Das sagte Geschäftsführer Dr. Markus Boner auf Anfrage unserer Zeitung und bestätigte damit, dass das Unternehmen nicht mehr zum TÜV Rheinland gehört.

Hintergrund war wohl eine strategische Neuausrichtung des Konzerns, der sich vom Lebensmittel-Bereich lösen wollte. Die Altgesellschafter des Unternehmens, das einmal im Forschungszentrum Jülich unter Leitung von Professor Hilmar Förstel entstanden ist, haben sich dann zum Rückkauf entschlossen: Mehrheitsgesellschafter ist Geschäftsführer Markus Boner, weitere Anteile halten nun laut Geschäftsführung Professor Förstel und das Forschungszen-trum.

Nach diesem durchaus mutigen „Comeback“ blickt das Unternehmen, das sich auf die Isotopen-Analytik spezialisiert hat und die Herkunft organischer Stoffe prüfen kann, nach vorn. „Wir denken darüber nach, im neuen Jahr unser Team zu vergrößern“, sagt Geschäftsführer Markus Boner. Die Auftragslage sei gut.

Derzeit arbeitet die Jülicher Firma auch an einem beispielhaften „Wasserzeichen“, das die Regionalität von Produkten aus Hessen absichern soll. Das betrifft Getreide, Kartoffeln, Schweinefleisch, Soja (als Futtermittel) oder auch Äpfel.

Derzeit wird eine entsprechende Kartierung Hessens vorbereitet. In jüngster Zeit hat die Agroisolab durchaus wieder Fälle aufgedeckt, die überregional für Schlagzeilen sorgten: zum Beispiel beim Schmuggel von Beluga-Kaviar oder falsch deklarierten Möbeln, die aus Bangkirai-Holz hätten sein müssen, es aber nicht waren.

(-vpu-)