Jülich: Acht Bands beim Jülicher Hellraiser Festival im KuBa

Jülich: Acht Bands beim Jülicher Hellraiser Festival im KuBa

Zum vierten Mal schon gab es unter der Überschrift „Hellraiser“ am Samstag rockige Musik im Jülicher Kulturbahnhof. Irgendwo zwischen Punk, Rock und Metal sollte sich der Musikstil wiederfinden, möchte man mit der eigenen Band beim Hellraiser Festival auf der Bühne stehen.

Ursprünglich sollte das Festival ein einmaliges Projekt von Initiator Simon Jülicher sein. Im Rahmen seines Eventmanagement-Studiums hat er die Veranstaltung aus der Taufe gehoben, die gleich beim ersten Mal gut beim Publikum ankam. Eine Fortsetzung schien da nur logisch.

Die Bands muss Jülicher nicht mehr ansprechen, interessierte Musiker melden sich inzwischen von alleine — Mundpropaganda heißt das Zauberwort. So sind auch Macky Messer aus Dortmund, Headliner des diesjährigen Hellraiser Festivals nach Jülich gekommen. Die Wege sind kurz: Bassist Julian Jansen war früher bei Society of Suicide aus Jülich aktiv.

Insgesamt acht Bands gaben sich auf der Bühne in der KuBa-Kneipe die Klinke respektive das Mikro in die Hand. Los ging es bereits um 17.30 Uhr mit dem ersten Auftritt. Ein solch volles Programm will gut organisiert sein, für die ersten vier Bands gab es deshalb nur eine halbe Stunde Auftrittszeit, die übrigen vier durften sich ein wenig länger austoben.

Den oft undankbaren Job des Anheizers übernahmen The Dirty Minds, eine vierköpfige Combo aus der Region. Doch das Publikum machte es ihnen leicht, selbst zu früher Stunde war die Kneipe recht gut gefüllt. Im Laufe des Abends wurde es ein wenig voller, auch wenn der ganz große Ansturm ausblieb. Doch die Anwesenden kamen eindeutig auf ihre Kosten, Hellraiser bot ein abwechslungsreiches Programm.

Als zweite Band des Abends kamen Gravity auf die Bühne, gefolgt von Miss Resis und Schlagsaite. Während Gravity mit krachend lauten Gitarrenriffs und einem nicht gerade zimperlichen Sänger eindeutig in die (hard-)rockige Ecke gehören, servierten Miss Resis einen Mix aus eigenen deutsch-sprachigen und gecoverten Stücken und überraschten am Ende mit ihrer Version von Helene Fischers Hit „Atemlos“. Das Duo Schlagsaite hingegen fiel mit ihrem Rap eher aus dem Rahmen, fand aber auch sein Publikum und erntete reichlich Applaus.

Die zweite Hälfte des Abends bestritten The Stars will bleed, Forger, Blunt und zum Abschluss Macky Messer. Forgers Sound erinnerte eindeutig an Greenday, auch Blunt kamen eher heftig daher. Die Fangemeinde dankte es mit begeistertem Headbanging. Zum Abschluss des Abends gab es eine schwierig einzuordnende Mixtur aus diversen Stilrichtungen irgendwo zwischen Indierock und Pop. Dem Publikum dürfte die genaue Bezeichnung herzlich egal sein, auch Macky Messer gefielen und wurden mit verdientem Applaus entlassen.

Mit etwa hundert Zuschauern war das Festival gut besucht. Organisator Simon Jülicher sieht seine Erwartungen damit sogar leicht übertroffen und kann sich gut vorstellen, dass es im nächsten Jahr wieder ein Hellraiser Festival gibt.

(brit)
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