Titz: Abschied auch von Josef Nüßer: „Einer der letzten echten Preußen”

Titz: Abschied auch von Josef Nüßer: „Einer der letzten echten Preußen”

Nicht nur bei den Sängern des MGV Lätitia Hasselsweiler, sondern auch bei den versammelten Ratsmitgliedern aller Fraktionen im Sitzungssaal des Titzer Rathauses war Harmonie angesagt.

Anlass für die seltene Einstimmigkeit war die Verabschiedung der nach der Kommunalwahl und der Neuvergabe der Ratssitze ausgeschiedenen Ratsmitglieder und des nicht mehr zur Wahl angetretenen Bürgermeisters Josef Nüßer.

Als neuer Verwaltungschef der Landgemeinde würdigte Jürgen Frantzen die beträchtlichen Leistungen der zehn ausgeschiedenen Mandatsträger, darunter mit Hans-Jürgen Herrmann und Wilhelm Lieven zwei ehemalige ehrenamtlich tätige Bürgermeister.

Mit den Aussagen „Kommunalpolitik ist die Übernahme von Verantwortung auch bei unpopulären Entscheidungen” und „Mitglieder eines Gemeinderates verdienen am ehesten den Begriff Volksvertreter” sprach er ihnen seinen tiefen Respekt aus.

Zum Abschied seines Vorgängers Nüßer erinnerte Frantzen an dessen Amtsantritt in einer schwierigen Zeit, in der Konsolidierung angesagt gewesen sei. „Ich habe festgestellt, dass das in Titz konsequenter und erfolgreicher als anderswo angegangen worden ist. Das haben wir Ihnen zu verdanken”, lobte er Nüßers Einsatz und sprach ihm Charaktereigenschaften wie Geradlinigkeit und Tatkraft zu: „Ich habe Sie als einen der letzten echten Preußen im Rheinland wahrgenommen.”

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