A-cappella-Chor Notsi(n)gnal begeistert zum 20-jährigen Jubiläum

A-cappella-Chor : Notsi(n)gnal feiert besonderes Jubiläumskonzert

Der Einladung der neunköpfigen Gesangsformation „Notsi(n)gnal“ aus Jülich waren viele Jülicher und auswärtige Gäste gefolgt. Die Christuskirche war überfüllt, trotz Erweiterung der Bankreihen erlebten viele Zuhörer stehend ein Konzert der besonderen Art.

Jochem Gättgens, der charmant und witzig durch das Programm führte, berichtete von der Gründung der Gesangsformation, die eher zufällig in Partylaune erfolgte. Das erste Konzert des A-cappella-Chores fand anlässlich einer Hochzeit in der Christuskirche vor 20 Jahren statt. Erfreulicherweise war auch das damalige Hochzeitspaar wieder anwesend.

Gründungsmitgliedern, Seiteneinsteigern und Ehemaligen gelang es bei diesem Jubiläumskonzert, wieder einmal die Freude am gemeinsamen Gesang zu demonstrieren. Das Publikum wurde mitgenommen auf eine Reise durch 20 Jahre Chorgeschichte und erfreute sich an einer Auswahl aus dem 175 Lieder umfassenden Repertoire des Chores. Von Anfang an war die beliebte Chorleiterin Judith Konopka dabei, die gleichzeitig als Chorsängerin fungiert und dabei sehr diskret, fast unmerklich den Chor leitet und führt.

Einen heiteren Einstieg bereitete die Truppe mit „Pippi Langstrumpf“ und der Geschichte von dem „Grünkernbratling“, der wegflog und ungegessen als Sehnsuchtsobjekt in der Ferne entschwand. Auch in den folgenden Beiträgen hielt die gute Laune an, was schon unschwer an der perfekten Performance, der Choreografie und den rhythmischen Elementen zu erkennen war. „So lang man Träume noch leben kann“ war so etwas wie der perfekt intonierte Geheimtitel des Abends. Träume wurden wahr bei den vielen Songs, die aus aller Welt und fernen Kontinenten stammten.

Besonders beeindruckend gelang „Tshotsholoza“, ein afrikanisches Sklaven- und Freiheitslied, das dank der Verstärkung durch die Ehemaligen besondere Kraft und gesangliche Fülle ausstrahlte.

Das Mottolied des Abends „Just sing it“ vermittelte die Botschaft, das Leben zu genießen, die Sorgen zu vergessen, die Ketten zu zerbrechen und ins Licht zu gehen. Diese Aufbruchstimmung und Freude vermittelten die Sängerinnen und Sänger auch in dem sakralen Beitrag „He is always close to you“ und in der Filmmusik „Gabriellas Song“. Ein besonderes Highlight war die Interpretation von „Plenty good Room“, der Geschichte von dem „glory train“, der direkt ins Paradies fährt. Die Verstärkung durch die Ehemaligen tat der klanglichen Ausdruckskraft des Chores gut.

Auch das Publikum wurde in die Programmgestaltung einbezogen und konnte aus drei Vorschlägen einen Beitrag wählen. Präsentiert wurde zur Freude der Zuhörer der Sieger „Viva la Vida“. Schlusspunkt war das musikalische Glaubensbekenntnis „Music was my first love“ von John Miles als A-cappella-Satz. Das begeisterte Publikum erklatschte sich zwei Zugaben und kam so in den Genuss des absoluten Kabinettstückchens des Chores „African Call“, das immer wieder begeistert, und eigentlich in keinem Konzert fehlen darf. Bei diesem Paradestück laufen Sängerinnen und Sänger noch einmal zu Hochform auf und singen und spielen mit Begeisterung das Lied aus Afrika.

Das Jubiläumskonzert machte den Sängerinnen und Sängern des Jubiläumschores wie auch den Zuhörern viel Freude. Es gab herzliche Glückwünsche für eine großartige Chorarbeit und Dank für viele großartige Konzerte für die Zuhörer in Jülich.

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