Aldenhoven: 50.000 Euro: Via Belgica entsteht

Aldenhoven: 50.000 Euro: Via Belgica entsteht

Bis zum Ultimo-Termin am Jahresende will die Gemeinde Aldenhoven ihren Streckenabschnitt der Römerstraße Via Belgica umgestaltet haben. Die Aufträge an die Wegebauer gehen in Kürze aus.

Im Zuge des touristischen Millionenprojektes werden im Gemeindegebiet 5 Kilometer Radweg hergerichtet und beschildert sowie ein „Mansio“ (Rastplatz) an der B 56 auf der Höhe von Freialdenhoven eingerichtet werden. Auf der Aldenhovener Trasse befand sich ein antikes Heiligtum, hinzu kommen zwei Trümmer-Fundstellen.

Die Gelder für das Projekt stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und aus dem NRW-Topf für Stadterneuernung. Da die Entwicklungsgesellschaft Indeland einen Teil des kommunalen Eigenanteils übernimmt, muss die Gemeinde 50.000 Euro aufwenden, erklärte Baudezernentin Anita Klotz vor dem Gemeinderat.

Diese Summe verrringere sich aber noch, da ein Unternehmen, das einen Teil der historischen Trasse abgebaggert habe, die Kosten für dieses Stück Wander-/Feldweg übernehmen werde.

Die Summe „darf nicht überschritten werden“, betonte Klotz auf kritische Nachfragen.

Für die Realiserung waren auch Grunderwerb und Grundstückstausch erforderlich. Nach zuverlässigen Informationen verkaufte die Gemeinde rund 8300 Quadratmeter für 3,70 bis 4,50 je Quadratmeter und erwarrb gut 2600 Quadratmeter in einer Preisspanne von 4,50 bis 9,90 Euro.

Bürgermeister Lothar Tertel ist zuversichtlich, dass der Realisierungstermin eingehalten werden kann. Unter Anspielung auf den Flughafen Berlin-Brandenburg, an dem seit 2006 gebaut wird, meinte: „Auf der Via Belgica landen keine Flugzeuge.“ Koordiniert wird das Projekt vom Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).

Auf Anregung der Freien Wählergemeinschaft (FWG) wird der Bürgermeister den LVR kontaktieren, um den 150. Todestag des in Aldenhoven geborenen Sozialreformers Ludwig Gall doch noch offiziell zu begehen. Das sei auch „Werbung für Aldenhoven“, so FWG-Fraktionschef Dieter Froning. Immerhin habe der LVR einen Drei-Milliarden-Etat, der über eine Umlage auch von der Gemeinde finanziert werde. Der preußische Beamte Gall starb am 31. Januar 1863 in Trier.

(gep)
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