50 Jahre nach Abschluss der Volksschule Kirchberg

Erinnerungen an Streiche und Strafen : Kirchberger Volksschüler treffen sich 50 Jahre nach dem Abschluss

Die Abschlussklasse der Kirchberger Volksschule von 1968 hat 50 Jahre nach dem letzten Schultag ein Klassentreffen veranstaltet.

Dafür suchte Lisa Schüssler-Meisen, die das Treffen organisierte, anhand einer alten Liste nach ihren ehemaligen Klassenkameraden. „Manche der Briefe kamen wieder zurück, weil die Adresse nicht mehr aktuell war“, sagte sie über den Vorlauf des Treffens. „Mit der Hilfe anderer, ehemaliger Mitschüler und durch Suche im Internet konnten weitere Personen ausfindig gemacht werden.“

Schließlich nahmen Schüssler-Meisen, Klaus Vaupel, Heinz-Willi Pelzer, Ingrid Lücken-Lövenich, Hiltrud Jumpertz, Agnes Wilden, Dietrich Schmitz, Renate Djinanian, Getrud Saus und nicht zuletzt Magdalena und Toni Esser, die nach dem gemeinsamen Besuch der Schule heirateten, teil.

Das Treffen begann mit dem Besuch des Gottesdienstes in der St. Martinus-Kirche in Kirchberg. Dort gedachte die Gruppe den bereits verstorbenen Klassenkameraden. Fünf Todesfälle sind bekannt. „Das war uns wichtig“, sagte Schüssler-Meisten dazu.

Bei einem Essen in der Jülicher Innenstadt erinnerte sich die Klassengemeinschaft an ihre Schulzeit in der Volksschule zurück. „Wir hatten eine wunderschöne Schule, und ohne Fräulein Magarete Neumann, die immer wieder auf meine Eltern eingeredet hat, hätte ich niemals studiert“, sagte Renate Djinanian und Schüssler-Meisen weiter: „Die schönster Erinnerung an diesen Lebensabschnitt ist das Miteinander.“

Auch wenn die Klasse vergleichsweise harmlos gewesen sei, so Schüssler-Meisen, gab es die ein oder andere Anekdote. „Wir hatten einen Jungen in der Klasse, der aus dem Fenster vor dem Unterricht abgehauen ist“, erinnerte sich Heinz-Willi Pelzer und grinste. Auch Agnes Wilden erinnerte sich: „Wir haben uns mal im Lehrerzimmer eingeschlossen. Als wir dann wieder hinaus wollten, ist der Schlüssel abgebrochen.“

Auch an frühere Bestrafungen waren am Tisch ein Thema. Neben damals noch erlaubten Ohrfeigen auch die „Schwätzerkette“, eine Kette mit Kastanien, die Schülern umgehängt wurde, die nicht still sein wollten.

(mio)
Mehr von Aachener Nachrichten