Jülich: 17.000 Bäume sollen Jugendgästehaus weichen

Jülich: 17.000 Bäume sollen Jugendgästehaus weichen

Das am Brückenkopf-Park geplante Jugendgästehaus mit Energie-Pavillon hat die Diskussionen der Jülicher Kommunalpolitik über Monate bestimmt.

Am Donnerstag hat eine deutliche Mehrheit im Stadtrat das 8,1 Millionen Euro teure Projekt abgesegnet, dessen Finanzierung nicht vollständig gesichert ist.

Mit einer Information im Stadtrat dürfte eine andere Diskussion aufflammen: Um die Gästehaus-Fläche zu bebauen, müssen rund 17.000 junge Bäume gerodet werden.

Erst in der entscheidenden Sitzung wurde der Rat über die Dimension der Rodungsarbeiten informiert. Ein Schreiben des Naturschutzbundes listet auf, dass sich auf der geplanten Fläche fast 17.000 Bäume - acht bis zwölf Meter hoch - befinden, die erst vor zwölf Jahren aufgeforstet worden sind. Dieser Eingriff wird laut Stadtverwaltung kompensiert, allerdings mit sehr viel kleineren Pflanzen.

Mit den Stellungnahmen zum Projekt setzt sich der Stadtrat auf einer Sondersitzung am 28. April auseinander. Beigeordneter Martin Schulz bestätigte am Donnerstag, dass eine Rodung, also „Vernichtung”, der Bäume geplant ist, aber die Stadt sich diesen Standort „nicht ausgedacht” habe. Der Vorschlag stammt von der Bezirksregierung. In Abstimmung mit Landschaft- und Forstbehörde soll diese Fläche am Rurufer bei Altenburg aber „1:1” wieder hergestellt werden. Schulz: „Natürlich haben die neuen Pflanzen noch nicht diese Größe.”

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