7. Friedenslauf: 1150 Schüler rennen beim Jülicher Friedenslauf

7. Friedenslauf : 1150 Schüler rennen beim Jülicher Friedenslauf

Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander — gemeinsam in Vielfalt leben“ gingen etwa 1150 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt neun Jülicher Grund- und weiterführenden Schulen an den Start zum 7. Jülicher Friedenslauf. Vor sieben Jahren von Maria Schmelzer und Josef Jansen ins Leben gerufen, ist er einer von bundesweit acht, an denen aktuell knapp 15.000 Schüler teilnehmen.

Der Rundkurs über den Marktplatz und angrenzende Straßen ist zunächst eine eindrucksvolle Demonstration für Frieden und Vielfalt in unserer Gesellschaft, zudem aber auch ein Sponsorenlauf zugunsten von Friedensprojekten des „Forum Ziviler Friedensdienst“ (forumZFD).

Wie in den Vorjahren hatten Bürgermeister Axel Fuchs und Dezernentin Doris Vogel die Schirmherrschaft übernommen. Im Vorfeld hatten die Teilnehmer sich im Unterricht mit den Themen Flucht, Dialog und Integration auseinandergesetzt. So hatten sie Theaterworkshops absolviert, sich in Gesprächen mit Geflüchteten ausgetauscht und über die Entstehung von Fluchtursachen gesprochen. Außerdem sind private Sponsoren gesucht worden, die zusagten, pro Runde einen zuvor festgelegten Betrag zu spenden.

Einsatz, der Mut macht

In Vertretung des Bürgermeisters begrüßte Doris Vogel die kaum überschaubare Riesenmenge und würdigte den großartigen Einsatz jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen, der Mut mache und mit Zuversicht in die Zukunft schauen lasse. Trotz des auffrischenden Winds und einsetzenden Regens kannte der Tatendrang keine Grenzen, doch bevor die Läufer auf die Strecke losgelassen wurden, war das „Warm-Up“ angesagt. Im Rhythmus von Michael Jacksons „Beat It“ wurden die Muskeln warm gemacht, der Marktplatz verwandelte sich in ein fröhliches Wimmelbild hüpfender und Arme schwingender Kinder.

Kurz vor dem Countdown erging die humorvolle Aufforderung: „Lauft Eure Sponsoren arm.“ Das ließ sich niemand zweimal sagen, beim Startschuss in Richtung Hexenturm legten sich alle mächtig ins Zeug. Runde um Runde bewegte sich der Läuferpulk, man stärkte sich an Versorgungsständen mit Bananen und Wasser und lief Euro um Euro zusammen.

Im Mittelpunkt des Friedenslaufs stand die Friedensarbeit des forumZFD im Libanon, dem Land, in dem weltweit die meisten Geflüchteten pro Einwohner aufgenommen worden sind. Mit den erlaufenen Spenden beabsichtigt die Organisation, Friedensfachkräfte auszubilden und in Krisenregionen zu entsenden. Im Libanon stärken diese Fachkräfte den Dialog zwischen Einheimischen und Flüchtlingen aus Syrien; zum Beispiel durch Projekte, in denen sich beide Gruppen gemeinsam für die Verbesserung der Lebensbedingungen einsetzen. Am Infostand auf dem Marktplatz informierte das „forum ZFD“ über weitere Projekte, die mit Hilfe erlaufenen Sponsorengelder ermöglicht wurden und werden.

(jago)
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