„1. FC Köln Fanclub Lich-Steinstraß von 1974“ feiert 45. Geburtstag

Fanclub besteht seit 45 Jahren : Dieser Fanclub ist „spürbar anders“

1974 gründeten 20 Fußballfans den „1. FC Köln Fanclub Lich-Steinstraß von 1974“. Das 45-jährige Jubiläum feierten die Mitglieder des Fanclubs – inzwischen einer der am längsten bestehenden des FC – nun mit einem großen Familienfest in Rot-Weiß.

In den geschäftlichen großflächigen Räumlichkeiten und auf dem Gelände von Clubmitglied Karl-Heinz Hostenbach war alles bestens vorbereitet für einige unbeschwerte Stunden im Zeichen des Geißbocks und des Doms. Vorsitzender ist seit der ersten Stunde Herbert Hüpgen. „Wir haben all die Jahre viel Herzblut in unseren FC und den Fanclub investiert und werden es auch weiterhin tun“, versicherte er die ungebrochene Treue und Leidenschaft.

Auf einer Stellwand waren Dokumente aus der überaus erfolgreichen Fanclub-Geschichte zu bewundern. Als besonderes Erinnerungsstück fiel darunter eine Autogrammkarte mit Widmung vom ersten Besuch eines Profikickers am 1. September 1974 auf. „Dem FC-Fanclub Lich-Steinstraß für die Zukunft noch viel Freude am 1. FC Köln, wünscht Gerhard Welz“, hatte der damalige FC-Torwart sich verewigt. Es folgten im Lauf der Jahre viele weitere prominente Besucher wie beispielsweise Hannes Löhr, Herbert Zimmermann oder Trainerlegende Udo Lattek.

Kölsche Musik sorgte bei den Besuchern für beste Stimmung; immer wieder stimmte man textsicher mit ein und wenn die Hymne des FC erklang, wurde es besonders laut. Die FC-Fans sehen sich als eine große Familie, in der man zusammenhält, ejal watt och passeht (egal, was auch passiert). Nicht selten wird der Nachwuchs gleich nach der Geburt beim Herzensverein als neues Mitglied angemeldet. Als sicherlich jüngster Fan war bei der Jubiläumsfeier die kleine Colonia Christina zu Gast. Deren Eltern Cindy und Anton Heck hatten zur Entbindung im vergangenen Monat extra eine Klinik in Köln aufgesucht, damit ihre Kleine ein waschechtes kölsches Mädche ist.

Ein absoluter Höhepunkt der Feier war der Auftritt der Dürener Mundartband „Die Bremsklötz“, die bei diesem begeisterungsfähigen Publikum leichtes Spiel hatten. Das echte Kölle-Jeföhl hatte mittlerweile die Überhand gewonnen und so durfte sich auch positiver Übermut Bahn brechen. Frei nach dem FC-Motto „Spürbar anders“ in Worten ausgedrückt: „Am Samstag um 18.15 Uhr stehen wir nach dem Derby vor Gladbach und dann wird der Angriff auf die Tabellenspitze gestartet.“ Und wenn nicht, haben sie wenigstens gefeiert, die Fans in Lich-Steinstraß.

(jago)
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