Zustellzentrum der Post in Erkelenz zieht um

Spatenstich für neuen Stützpunkt : Zustellzentrum der Post in Erkelenz zieht um

Die Post zieht um. Zumindest das Zustellzentrum, das an der Alfred-Wirth-Straße gegenüber der Feuerwache langsam aus allen Nähten kracht. Eine Ursache dafür ist der sprunghafte Anstieg des Internethandels, der der Post im Bereich der Pakete jährlich rund zehnprozentige Zuwächse beschert. Dem ist das alte Zustellzentrum nicht mehr gewachsen. Deshalb muss Abhilfe her für die Pakete und Briefe mit der Postleitzahl „41812“.

Mit der Lösung sind alle Beteiligten zufrieden. Denn das Baugrundstück neuen Zustellstützpunkt (ZSP) liegt nur zwei Steinwürfe entfernt in einem hinteren Bereich der ehemaligen Gärtnerei Müller-Platz, gleich neben der Autobahn. Die Post, die beim ersten Spatenstich von Michael Terstappen vertreten wurde, ist Mieter des Objektes, das dort bis zum Herbst 2019 entstehen soll. Terstappen ist Leiter der Auslieferung für den Bereich Mönchengladbach. Er lobte den Standort und die Initiative der Eigentümerin Elisabeth Müller-Platz, die als Bauherrin zwei Millionen Euro in die Hand nimmt, um den Bau durch den Architekten Josef Viethen realisieren zu lassen. Der beschrieb den rund 5500 Quadratmeter großen Bau als modernes Verteilzentrum, zu dessen Ausrüstung neben zwei Lkw-Laderampen auch zwei Laderampen für Inselfahrzeuge und 32 Ladeplätze für Elektrofahrzeuge gehören werden. Denn in „41812“ sollen nach Möglichkeit nur Street-Scooter bei der Paketverteilung zum Einsatz kommen.

In der Halle soll für bis zu 45 Arbeitnehmer Platz sein. Neben der Paketsortierung werden auch die Briefe nach der Inbetriebnahme am neuen Standort sortiert. Bürgermeister Peter Jansen sprach von einer idealen Lösung. Angesichts der Knappheit neuer Gewerbeflächen sei es klug, die „vergessenen Ecken“ zu nutzen. Nächtliche Ruhestörung ist nicht zu erwarte, da die Betriebszeiten in der Regel zwischen fünf Uhr morgens und 17 Uhr liegen werden, wie Terstappen betonte.

(hewi)
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