Erkelenz: Zum dritten Mal in Folge sinkt die Gebühr für die Müllabfuhr

Erkelenz: Zum dritten Mal in Folge sinkt die Gebühr für die Müllabfuhr

Für das Jahr 2013 wird die Stadt Erkelenz die Gebühren für die Abfallentsorgung senken. Ursächlich dafür sind neben geringeren Kosten, die der Kreis Heinsberg für die Müllverbrennung aufbringen muss, auch Überschüsse aus den Gebührenzahlungen, die in Form von Gebührensenkungen an die Bürger zurückgegeben werden.

Wie Kämmerer Norbert Schmitz bei der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Soziales erläutert, wird beim Restmüll die Gebühr um rund drei Prozentpunkte sinken. Für ein 40-Liter-Gefäß etwa sind etwa im nächsten Jahr 64Euro statt bisher 66,50 Euro zu berappen, für die 80-Liter-Tonne sind es 89 statt 92 Euro. Damit hat die Stadt zum dritten Mal in drei Jahren die Gebühr gesenkt. Die Gebühren liegen dadurch unter dem Niveau von 2009.

Das Thema Müll stand auch im Mittelpunkt einer weiteren Beratung des Ausschusses. Nach dem Erfolg in diesem Jahr, in dem die Stadt Erkelenz zum ersten Mal eine Allgemeinverfügung erlassen hatte, durch die ein Glasverbot auf dem Johannismarkt am Altweiberdonnerstag ausgesprochen wurde, möchte die Verwaltung dieses Verbot auch für den Altweiberdonnerstag 2013 erlassen. „Die positiven Erkenntnisse der Verwaltung aus der Durchsetzung der Allgemeinverfügung veranlassen uns, dem Rat vorzuschlagen, für 2013 ebenso zu verfahren“, meinte der Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen. In den vergangenen Jahren war der Johannismarkt nach den karnevalistischen Feiern vornehmlich von Jugendlichen und Heranwachsenden mit zerbrochenen Bierflaschen und Spirituosenbehältern übersät gewesen. Diese Glaswüste wurde in diesem Jahr vermieden.

Auch habe es, so Gotzen, keine „Verdrängung“ des Problems auf einen anderen Platz gegeben. Positiver Nebeneffekt: Es wurden weniger hilflose Personen wegen übermäßigem Alkoholgenuss ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Anordnung hat allerdings ihren Preis: Bis zu 3000 Euro betragen die Kosten für einen privaten Sicherheitsdienst, der die Durchführung des Verbots überwacht.

Das Glasverbot ist nur eine der Maßnahmen, um Auswüchse am Altweiberdonnerstag einzudämmen. In Gesprächen mit den Schulen, der Polizei und dem Gesundheitsamt will die Stadt Erkelenz insbesondere den Nachwuchs davon überzeugen, Karneval in zünftiger, aber auch angemessener Form zu feiern und nicht als Alkoholgelage zu verstehen.

SPD-Antrag zum Armutsbericht

Längst nicht soweit wie bei diesem Wunsch der Verwaltung ist es mit einem Anliegen der SPD-Fraktion. Sie hat den Antrag gestellt, die Stadtverwaltung möge einen Armutsbericht für Erkelenz erstellen.

Bevor es dazu kommen könnte, soll es zunächst einen Vortrag bei einer der nächsten Sitzungen dieses Ausschusses geben, in dem über den Armutsbericht für den Kreis Heinsberg informiert wird. Dabei sollen die Aussagen vorgestellt werden, die für die Stadt Erkelenz von Belang sind. Sollten nach diesem Vortrag noch Fragen offen bleiben, so soll erneut der SPD-Antrag behandelt werden.

Mit dieser Vorgehensweise zeigten sich die Ausschussmitglieder einverstanden.

(kl)
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