Heinsberg: Wolfgang Dieder erneut als Heinsberger Bürgermeister vereidigt

Heinsberg: Wolfgang Dieder erneut als Heinsberger Bürgermeister vereidigt

„Mir war bis dato gar nicht bekannt, dass wir so einen jungen Stadtrat haben“, schmunzelte Wilfried Lüngen (SPD). Als Altersvorsitzender eröffnete er die erste Sitzung des neuen Rates nach der Kommunalwahl. Ihm oblag die Aufgabe, den alten und neuen Bürgermeister zu Beginn der Sitzung in sein Amt einzuführen.

Wolfgang Dieder hatte bei der Wahl am 25. Mai 68,88 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können und seine Wahl in einer schriftlichen Mitteilung mit Datum vom 2. Juni an den Wahlleiter angenommen.

„… so wahr mir Gott helfe“, fügte er seinem Amtseid persönlich hinzu. Es folgten minutenlanger Beifall und ein Blumenstrauß des alten und neuen CDU-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Louis. „Obwohl er neu im Stadtrat ist, hat er es direkt zum Altersvorsitzenden gebracht und sein Amt souverän gemeistert“, bedankte sich Dieder zu Beginn seiner Rede bei Lüngen. Allen, den erfahrenen und den neuen Ratsmitgliedern, wünschte er „eine glückliche Hand“ bei der Ausübung der ihnen anvertrauten Ämter.

„Mit tiefem Respekt und großer Achtung“ bedankte er sich bei den Wählern für das ihm erneut entgegengebrachte Vertrauen. „Die breite Zustimmung verleiht Kraft und spornt an, die vor mir liegenden Aufgaben, die vor uns liegenden Aufgaben engagiert und mit Zuversicht anzugehen.“ Seinen Mitbewerbern dankte er ausdrücklich für einen sachlichen und fair geführten Wahlkampf.

Bürgernähe, Hilfsbereitschaft und das offene Ohr für alle Probleme, aber auch für gute Gedanken seien für ihn weiterhin selbstverständlich, so Dieder. „Die Aufgaben, die vor uns liegen, werden nicht leicht zu bewältigen sein. Aber wir sind es unserer Heimatstadt Heinsberg schuldig, dass wir uns engagiert und zielorientiert für sie einsetzen“, appellierte er an eine „loyale und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ im Rat.

Mit dem Ziel der Schaffung attraktiver Lebensbedingungen und Wohnformen für alle Altersgruppen engagiere er sich für eine Verbesserung der Infrastruktur und nannte als Beispiele den Ausbau des Glasfasernetzes und die Realisierung der B 221 n als Ortsumgehung von Unterbruch.

Die Wirtschaftsförderung, die gute Ausstattung städtischer Einrichtungen, die Unterstützung der Vereins- und Ehrenamtsarbeit, ein bestmöglicher Brandschutz und eine nachhaltige Sicherung der medizinischen Versorgung zählt er ebenso zu den wesentlichen Aufgaben wie die Verbesserung der Haushaltssituation. „Wir werden ein guter, kooperativer Partner für die Nachbarkommunen und natürlich auch für den Kreis Heinsberg sein“, erklärte Dieder zum Schluss seiner Rede.

Zu stellvertretenden Bürgermeistern wählte der Stadtrat anschließend Albert Heitzer (CDU) an erster Stelle und Dr. Hans Josef Voßenkaul (SPD) an zweiter Stelle. Die Ortsvorsteher in den 13 Stadtbezirken stellt ausschließlich die CDU mit Volker Brudermanns (Aphoven/Laffeld), Albert Heitzer (Dremmen), Siegfried Jansen (Heinsberg) Hans-Josef Reiners (Karken), Ralf Baumann (Kempen), Johannes Geiser (Kirchhoven), Dieter Hohnen (Lieck), Helmut Frenken (Oberbruch), Norbert Krichel (Porselen/Horst), Alexander Schmitz (Randerath), Guido Schluns (Schafhausen), Josef Hansen (Unterbruch) und Manfred Fell (Waldenrath).

Zu einer ersten heftigen Diskussion im Rat kam es dann bei der Bildung der Ausschüsse, als die CDU vorschlug, auf einen eigenen Ausschuss für Angelegenheiten des Umweltschutzes und der Landschaftspflege zu verzichten. Louis regte an, stattdessen die Thematik Energie in den Bauausschuss zu verlagern, die Themen Umwelt und Landschaftspflege in den Planungs- und Verkehrsausschuss.

Ralf Herberg (SPD) sah darin nicht nur die Gefahr möglicher Interessenskollisionen, sondern erklärte, dass dies auch ein Affront gegen die in diesem Ausschuss tätigen Sachkundigen Bürger sei. Michael Dörstelmann argumentierte hingegen, dass die Themen jetzt dorthin verlagert würden, wo auch die Entscheidungen getroffen würden. Mit den Stimmen von CDU und Freien Wählern entschied der Rat schließlich, künftig auf einen Ausschuss für Umweltschutz und Landschaftspflege zu verzichten.

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