Wassenberg: Wiese soll kein Spielplatz werden, „formal“ ist sie‘s aber

Wassenberg: Wiese soll kein Spielplatz werden, „formal“ ist sie‘s aber

Wieder stand das Thema Spielplatz im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Wassenberg auf der Tagesordnung.

Bereits im Juni hatten drei Stadtverordnete einen Antrag zur Errichtung eines Spielplatzes auf einer kleinen Grünfläche an der Straße Am Römerhof eingebracht. An dieser Straße — gegenüber der Fläche, auf der der Spielplatz beantragt wurde — befindet sich auch eine große Grünfläche. Dort hat die Stadt im Sommer ein Schild aufstellen lassen, welches Kindern das Ballspielen untersagte, was die Anwohner verärgerte.

Nach einem Blick in die Bauleitplanung erkannten die Bürger, dass die Nutzung der großen Wiese als Spielplatz und Festwiese ausgewiesen worden war. Dies sei jedoch „rein formal“ gewesen, betonte Kämmerer Willibert Darius. „Weil sich wenige Meter von dieser Grünfläche gleich zwei weitere Spielplätze befinden, wurde auf die Realisierung eines Spielplatzes verzichtet“, so Darius. Von der Spielplatzsituation konnten sich auch die Ausschussmitglieder bei einem Ortstermin ein eigenes Bild machen. In der anschließenden Sitzung wurde das Thema diskutiert, wobei die Meinungen auseinandergingen. Einigen konnte man sich darauf, dass beide Grünflächen künftig nach einem Antrag bei der Stadt als „Festwiese“ genutzt werden können.

In der Spielplatzfrage selbst wurde keine Entscheidung getroffen. Robert Seidl (Grüne) forderte, die größere Grünfläche solle Wiese bleiben. Karl-Heinz Dohmen (CDU) schlug vor, den Spielplatz an der Erkelenzer Straße aufzugeben und die Geräte zu verstellen — für Kosten und Pflege sollten Eltern verantwortlich sein. Nicht nur aus rechtlichen Gründen sprach sich die Verwaltung dagegen aus. Auch dem Verwaltungs-Vorschlag, dass auf der großen Grünfläche die Spielfläche erhalten bleibt, Bäume gepflanzt und Bänke aufgestellt werden, konnte sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder nicht anschließen. Es wird weiter diskutiert.

(ng)