Erkelenz: Wichtiger Schritt zum Erhalt der Dorfgemeinschaft nach Umsiedlung

Erkelenz: Wichtiger Schritt zum Erhalt der Dorfgemeinschaft nach Umsiedlung

In der Zeit vom 4. Januar bis 3. Februar 2013 wurden in einer zweiten Stufe die Haushalte der fünf umzusiedelnden Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath befragt, ob sie an den nunmehr festgelegten Umsiedlungsstandort „Erkelenz-Nord“ mitgehen werden.

Nunmehr informierte Regierungspräsidentin Gisela Walsken die Einwohner der betroffenen Orte über das Ergebnis der Haushaltsbefragung.

Von 684 ortsansässigen Haushalten haben sich 613 Haushalte an der Befragung beteiligt. Die Beteiligungsquote lag somit bei rund 90 Prozent. 402 Haushalte haben ihre Teilnahme an der gemeinsamen Umsiedlung nach Erkelenz-Nord erklärt; 138 Haushalte erklärten, dass ihre Entscheidung noch nicht feststehe.

Bei 69 dieser Haushalte wird aufgrund der genannten Voraussetzungen eine Teilnahme angenommen. Folglich kann mit einer Teilnahmequote von etwa 69 Prozent gerechnet werden.

„Die hohe Teilnahmequote von 69 Prozent an der gemeinsamen Umsiedlung ist ein wichtigen Schritt zum Erhalt und Fortbestand der Dorfgemeinschaft. Je mehr Einwohnerinnen und Einwohner sich im Planungsverfahren einbringen, umso größer wird die Akzeptanz des gewählten Standortes sein“, meinte Walsken dazu.

45 der insgesamt 56 Gewerbebetriebe wollen sich ebenfalls an der Umsiedlung beteiligen. Die Ansiedlung von landwirtschaftlichen Betrieben ist im Umsiedlungsstandort nur für wohnverträgliche landwirtschaftliche Betriebe möglich, hierfür bieten sich Nebenerwerbsbetriebe an. Acht Nebenerwerbsbetriebe erklärten ihre Teilnahme an der gemeinsamen Umsiedlung.

Der Bedarf zur Wiedererrichtung der städtische Infrastruktur und der Einrichtungen der Kirche wird zurzeit beraten. Der Standort Erkelenz-Nord wurde bereits im November 2012 mit einer deutlicher Mehrheit von 67 Prozent gewählt. Mit dieser weiteren Umfrage sollen auch die Haushalte eingebunden werden, die bei der ersten Umfrage im November einen anderen Standort bevorzugt hatten.

Die Ergebnisse der Befragung sind neben der Bestandsaufnahme des Altortes und der Berücksichtigung anerkannter städtebaulicher Kennwerte Grundlage für die Berechnung der Flächengröße des Umsiedlungsstandorts Erkelenz-Nord. Die Siedlungsfläche wird im Braunkohlenplan Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath landesplanerisch gesichert.

Parallel dazu steigen die betroffenen Bürger aus den fünf Ortschaften in die Planung ihrer „neuen Heimat“ ein. Dazu dient ein zweitägige Entwurfswerkstatt, zu der die Stadt Erkelenz am 26. und 27. April in die Mehrzweckhalle in Keyenberg einlädt. Ziel ist es, bis Oktober einen planerischen Entwurf für den neuen Standort zu erarbeiten, der als Grundlage für die Bauungsplanung dient.

Diese Phase beginnt mit der Werkstatt, die von der Arbeitsgemeinschaft Raum/Plan/Institut für Städtebau — RWTH Aachen moderiert wird. Am Freitag, 26. März, steht ab 14 bis 20 Uhr die Erarbeitung von verschiedenen Lösungsansätzen zu Lage, Erschließung, städtebaulicher Gliederung und Integration in die Landschaft im Mittelpunkt.

Ab 19 Uhr werden die Ergebnisse präsentiert. Am Samstag, 27. April, wird ab 9.30 Uhr auf der Basis dieser Ergebnisse die Planung konkretisiert. Ab 13 Uhr soll in einer Diskussion ein allgemeingültiges Meinungsbild erstellt werden.

(kl)