Wetter macht Sommer-Boulevard alle Ehre

Stadtfest auf der Hochstraße : Heinsberg erklingt beim Sommer-Boulevard

Flanieren und shoppen, gepaart mit viel Musik in der ganzen Innenstadt und dazu noch die Schützen mit ihrer Kirmesparade: Da war richtig viel los gestern in der Heinsberger City.

Unbestrittener Höhepunkt für die Besucher, die den diesjährigen „Sommer-Boulevard“ des Gewerbe- und Verkehrsvereins (G&V) in Scharen genossen, war dabei der Auftritt von mehr als 100 Bläsern aus der Jugendmusikschule. Sie brachten die Hochstraße eine Stunde nach Öffnung der Geschäfte so richtig zum Klingen und wiesen damit auf das große Jubiläum der Schule hin, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert.

Eröffnet worden war der „Sommer-Boulevard“ bereits am Freitagabend im Festzelt an der Poststraße, erstmals einen Tag früher und zeitgleich mit dem offiziellen Start der Frühkirmes der Vereinigten Schützenbruderschaften. „Gemeinsam mit den Schützen und der Jugendmusikschule werden wir sicherlich ein unvergessliches Stadtfest erleben“, hatte Heike Northemann, Geschäftsführerin des G&V, schon dort prognostiziert. Vorsitzender Peter Heinrichs, der den Initiatoren des Bus-Shuttle-Services für den Sonntag herzlich dankte, betonte an die Schützen gewandt, dass man mit diesem gemeinsamen Eröffnungstermin selbstbewusst herausstellen könne, etwas Großes vollbracht zu haben. Schon vor Jahren habe man den Kirmesplatz zurück in die Innstadt verlegt, „und das auf sehr unkomplizierte Art und Weise“, sagte er.

Auch Schützenpräsident Hans-Josef Marx, der alle Gäste „in der kleinen Sandarena“ für die bevorstehende Beachparty zum Kirmesauftakt willkommen hieß, fand nur lobende Worte für die Dreieckspartnerschaft von Schützen, Gewerbetreibenden und Jugendmusikschule. „Das waren in der Vorbereitung immer kurze und schnelle Wege“, erklärte er. Als Sahnehäubchen obendrauf übergab er Heinrichs die schriftliche Bestätigung seiner neuen Mitgliedschaft in den Vereinigten Schützenbruderschaften. Nicht zuletzt verlieh auch Theo Krings, Leiter der Jugendmusikschule, ganz bescheiden seiner Freude Ausdruck, „so´n bisschen Musik in die Stadt bringen zu dürfen“ anlässlich des Schuljubiläums.

Nach der dann gelungenen dritten Strandparty-Auflage und dem Königsball am Samstag ging´s gestern mit großem Programm ins fulminante Finale des Sommer-Boulevards. Den Anfang machten wieder die Schützen mit ihrem gemeinsamen Kirchgang. Ab 13 Uhr startete dann das große Programm in der City. Auf der Apfelstraße präsentieren sich Feuerwehr, Polizei und diverse Automobilmarken. Die Fußgängerzone wurde zur Genussmeile. Hinzu kamen Informationen zu Gesundheitssport vom TuS Oberbruch. Fußball-Dart bot der 1. FC Heinsberg-Lieck auf dem Grekovorplatz, Oldtimer zierten die Klostergasse. Und wer Fitness-Übungen und Yoga ausprobieren wollte, der war in der Patersgasse richtig.

Das Programm der Jugendmusikschule hatte neben dem großen Bläsertreffen gleich fünf Standorte in der Innenstadt. Auf der Bühne vor der Volksbank sangen unter anderem die frischgebackenen Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“, darunter Bundessieger Markus Bartz mit seinem Trio. In der Kreissparkasse lud eine Klassik-Lounge zum Verweilen ein. An der Karnevalssäule stellten sich die Musikerklassen und Ensembles des Kreisgymnasiums sowie die Projekte der Jugendmusikschule mit Grundschulen und Vereinen der Region vor. Echte Straßenmusik gab´s in der Fußgängerzone und dazu noch kleinere Ensembles im Café Samocca.

Klar, dass da auch der Festzug der Schützen am Nachmittag viele Zuschauer sah. Neu war der Ort der Parade, jetzt in der Mitte der Haupteinkaufsstraße zwischen Markt und Fußgängerzone. Mit einer großen Verlosung und einem gemütlichen Beisammensein feierten die Schützen und ihre Freunde den Ausklang des Sommer-Boulevards, der dank blauen Himmels und sommerlicher Temperaturen seinem Namen damit alle Ehre machte, im und am Festzelt. Der Kirmesmarkt, der ebenfalls bereits am Freitag seine Buden und Fahrgeschäfte geöffnet hatte, lädt am heutigen Montag von 13 bis 20.30 Uhr zu einem Familientag ein.

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