Wegberger Gymnasium: Sanierung kann weitergehen

Wegberger Gymnasium : Grünes Licht für nächste Sanierungsschritte

Sie haben sich persönlich ein Bild gemacht, die Mitglieder der im Rat der Stadt Wegberg vertretenen Fraktionen. Bei einem Ortstermin im Maximilian-Kolbe-Gymnasium nahmen sie mangelhafte bauliche Zustände und unzureichende Standards in Fachraumklassen unter die Lupe.

Darüber hinaus überzeugten sie sich von der grundsätzlichen Notwendigkeit und der Dringlichkeit der Sanierungsmaßnahmen. Der Technische Beigeordnete der Stadt Wegberg, Frank Thies, leitete und moderierte den Rundgang, der in alle drei Geschosse des III. Bauabschnitts führte. Neben Schulleiterin Dr. Barbara Tillmanns und ihrer Stellvertreterin Maj Kuchenbecker nahmen auch Vertreter aller Fachschaften teil, deren Fachklassen im Rahmen des III. Bauabschnitts saniert werden.

Der III. Bauabschnitt der Gesamtsanierung des Wegberger Gymnasiums war nämlich mit dem Beschluss des Haushaltsplanes 2019 vom Rat mit einem Sperrvermerk versehen worden. Zum einen, weil einige Teile der Sanierung als „freiwillige Leistungen“ kategorisiert wurden, zum anderen, weil zusätzliche finanzielle Mittel für die Baumaßnahme nötig wurden. Immerhin muss die Stadt Wegberg strikt sparen, sie ist im Haushaltssicherungskonzept.

„Eine positive Erfahrung“ sei die Begehung gewesen, berichtete die Fraktionschefin der CDU, Petra Otten. Schulträger, Politik, Schulleitung, und Vertreter der Fachschaften seien an einen Tisch geholt worden, was dem Verfahren mehr Transparenz gegeben habe. Teilmaßnahmen wurden angesprochen und erläutert. Die Kategorisierung „freiwillige Leistung“ sei offensichtlich falsch gewesen, kritisierte sie. Beim Ortstermin wurden die Wegberger Kommunalpolitiker jedenfalls von der Notwendigkeit der Maßnahmen überzeugt.

Schon im zuständigen Fachausschuss (Ausschuss für Wohnen, Bauen, Umwelt und Vergaben) hatten die Ausschussmitglieder die einstimmige Empfehlung an den Rat gegeben, bei drei Teilmaßnahmen des III. Bauabschnitts (Boden- oder Deckenversorgung der Schülertische mit Medien in den Fachräumen Physik, Raumoptimierung im Bereich Fachklassen Biologie und Vollverdunkelungsanlagen) den Vorschlägen der Verwaltung zu folgen und den Sperrvermerk aufzuheben.

Eine Sondersitzung des Rates schloss sich unmittelbar an die Ausschusssitzung an und der Rat folgte diesem Vorschlag - ebenfalls einstimmig. Damit werden die weiteren finanziellen Mittel zur Durchführung der Baumaßnahmen im Haushaltsplan des Jahres 2019 in einer Höhe von 2,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Bauvorhaben wird finanziell mit Mitteln vom Bundesumweltministerium und dem Land NRW in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro gefördert, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Jetzt kann sie also zügig weitergehen, die Sanierung des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums.

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