Wegberg-Beeck: Wegberg-Beeck sieht sich gegen Wattenscheid als Außenseiter

Wegberg-Beeck : Wegberg-Beeck sieht sich gegen Wattenscheid als Außenseiter

Die Wetterprognosen fürs Wochenende sind alles andere als günstig. Dennoch geht Friedel Henßen davon aus, dass die Partie des FC Wegberg- Beeck am Samstag (14 Uhr) in der Fußball-Regionalliga bei der SG Wattenscheid 09 wie vorgesehen über die Bühne gehen kann. „Wattenscheid will doch unbedingt spielen, nachdem die Mannschaft bei Rot-Weiß Essen gewonnen hat“, glaubt der Teamchef der „Kleeblätter“.

Wattenscheid hatte die Partie in Essen durch ein Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit mit 3:2 für sich entschieden, nachdem man erst in der 89. Minute zum 2:2 ausgeglichen hatte.

Die Beecker sind im Gegensatz zu ihrem Gastgeber alles andere als optimal in die Restsaison gestartet. Doch das 1:5 beim SC Wiedenbrück hat die Stimmung rund um das Waldstadion nicht restlos verhagelt. „Wir haben es gehalten wie immer“, sagt Henßen. „Zwei Tage gab es lange Gesichter, dann haben wir den Blick wieder nach vorne auf die nächste Aufgabe gerichtet.“

Die Vorbereitung auf die Begegnung im Stadion Lohrheide beinhaltete allerdings auch die Analyse der fehlerbehafteten Vorstellung in Wiedenbrück. Die war dann auch kurz und griffig. „Wir haben uns bei Standards nicht so verhalten, wie wir es uns vorgenommen hatten“, strich der Teamchef das wohl entscheidende Kriterium heraus. „Zwei Gegentore fielen nach zwei persönlichen Fehlern, drei nach Standards.“

Erstes Spiel seit Dezember

Die Kritik des Teamchefs an der Leistung seiner Mannschaft in Ostwestfalen fiel aus einem bestimmten Grund nicht so hart aus, wie man sie nach fünf Gegentreffern vielleicht erwartet hätte. „Zum einen hatten wir nicht unseren besten Tag, zum anderen war es unser erstes Spiel auf diesem Niveau seit der Begegnung bei Borussia Dortmund II“, so Henßen. Und die liegt schon weit zurück. Am 2. Dezember waren die Beecker im Stadion Rothe Erde zu Gast.

„Ohne unseren Testspielgegnern zu nahe zu treten. Es ist einfach ein Unterschied, ob du gegen Ober- oder Verbandsligisten spielst oder auf diesem Niveau. Die Standards oder auch das Tempo sind etwas ganz anderes“, betont der Teamchef.

Nun geht es zu einem Gegner, der sich in der Hinrunde schon im Beecker Waldstadion mit 3:0 durchgesetzt hat. „Die SG hat bei uns ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagt Henßen. „Für mich gehört Wattenscheid ins obere Tabellendrittel.“

Also gehe man als „krasser Außenseiter“ in die Begegnung. Aber, so Henßen: „Man hat immer eine Chance.“ Die SG 09 Wattenscheid charakterisiert der Beecker Sportchef als taktisch flexibel, fußballerisch beschlagen, läuferisch gut und schnell. „Wir dürfen dem Gastgeber keine Räume geben und im letzten Drittel möglichst keine Standards verursachen.“

Personell hat man beim FC Wegberg-Beeck aktuell kaum Sorgen. Lediglich die beiden Langzeitverletzten Lorenz Klee und Nils Kochan fallen weiterhin aus. Yannik Leersmacher ist zwar in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen, wird aber in Wattenscheid ganz sicher nicht im Kader stehen.

„Für uns ist es entscheidend, unsere Leistung zu 100 Prozent mit Leidenschaft auf den Platz zu bringen“, fordert Friedel Henßen. „Wir müssen wieder an das Niveau der Hinrunde anknüpfen.“ Gelingt das am Samstag, ist auch in der Lohrheide etwas drin.